Rossmann eröffnete 42. Generalversammlung des ÖRV

Sie nahm Stellung zu aktuellen Problemen wie EuGH-Urteil betreffend "entgangene Urlaubsfreuden", Ferienzeitenentflechtung und

Wien (BMWA/OTS) - Roadpricing

In ihrer Eröffnungsrede anlässlich der heutigen 42.Generalversammlung des Österreichischen Reisebüro- und Reiseveranstalterverbandes (ÖRV) betonte Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann , dass seit der Einrichtung eines Staatssekretariates für Tourismus den österreichischen Reisebüros, Reiseveranstaltern und touristischen Unternehmen ein ganz anderer Stellenwert eingeräumt werde. So wurde beispielsweise eine Reisebüro-Plattform ins Leben gerufen, die einen ständigen Informations- und Meinungsaustausch mit der Politik zu aktuellen Themen gewährleistet. ***

Wie wichtig dieser direkte Kontakt sei, habe sich im Zuge der Ereignisse des 11.September 2001 erwiesen. So konnte rasch und unbürokratisch für die unter Druck geratene Reisebürobranche ein Krisenpaket bereitgestellt werden, das Kurzarbeit und Mitarbeiterweiterqualifikation sowie die Kombination dieser beiden Instrumente beinhaltete, aber aufgrund der sich schrittweise bessernden Situation nicht in dem Maß beansprucht werden musste wie im "worst case"-Szenario angenommen.

In ihrer Rede ging Rossmann auf die Problematik der neuen EU-Richtlinie ein, die bei Bussen eine Höchstlänge von 15 m zulässt und in Österreich erst umgesetzt werden muss. Daher gilt nach wie vor eine Länge von 12,7 Metern als höchst zulässig. Auf ihre und Bundesminister Reichholds Initiative sei daher an der Kontrollstelle Kundl, Tirol, ein Journaldienst eingerichtet worden, bei der Ausnahmenbewilligungen für Busse über 12 m Länge eingereicht und sofort unbürokratisch erteilt werden können.

In Bezug auf das EuGH-Urteil betreffend "entgangene Urlaubsfreuden", wonach auch der immateriellen Schaden, der während eines Urlaubs entstanden ist, geltend gemacht werden kann, begrüßte Rossmann, dass der ÖRV diese Entscheidung positiv zur Kenntnis genommen habe. Rossmann versprach in Absprache mit dem Justizminister, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Österreich so gestaltet werden sollen, dass es eine Rechtssicherheit sowohl für Reisebüros und Hotellerie als auch für den Konsumenten gebe.

Rossmann bekräftigte in ihrem Referat weiter, dass sie weiterhin alles unternehmen und auch bei der Konferenz der deutschen Kultusminister persönlich vorstellig werde, um die Problematik der Ferienzeitenentflechtung nochmals zu besprechen. Mittlerweile seien nämlich auch die deutschen Reiseveranstalter massiv tätig geworden sind, um entweder eine Abänderung des jetzigen Beschlusses, der die Ferienzeiten bis ins Jahr 2008 regelt, zu erwirken oder zumindest für die Zukunft andere Regelungen zu schaffen. Rossmann ersuchte die österreichischen Reisebüros in diesem Zusammenhang, auch eine Entflechtung des Wochenrhythmus ihrer Angebote anzudenken und beispielsweise auch Donnerstag-bis-Donnerstag Angebote zu erstellen. Sie regte auch an, dass der ÖRV diesbezüglich beim ECTAA, der Organisation nationalen Touroperator in der EU, tätig werden solle.

Zum Thema "Roadpricing für Busse" führte Rossmann in ihrem Referat aus, dass eine völlige Ausnahme der Busse aus dem Roadpricing zwar der ursprüngliche Wille der Bundesregierung gewesen, dies aber aus verschiedenen Gründen nicht möglich sei. Rossmann versicherte, dass Bundesminister Reichhold, als langjähriger Landesrat für Tourismus selbst ein profunder Kenner der Problematik, die Sorgen der Reiseveranstalter und Busunternehmer kenne und diese berücksichtigen werde. Nach ersten vorläufigen Berechnungen könne man sagen, dass im Falle kürzerer Busreisen das Busroadpricing günstiger als die heutige 10-Tages Vignette kommen werde. Und auch mit der Herabsetzung einzelner Streckenmauten werde es zu Vergünstigungen gegenüber der jetzigen Jahresvignette kommen. Rossmann sagte zu, dass bei der nächsten Reisebüro-Plattform zu diesem Thema maßgeblich Verantwortliche als Gesprächspartner zur Verfügung stehen werden.

Abschließend dankte Rossmann dem ÖRV für die erfolgreiche Zusammenarbeit und die Leistung des ÖRV für den österreichischen Tourismus. (Schluss) bxf

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