Bartenstein: Außenhandel 2001 - Eine Erfolgsstory

Wien (BMWA/OTS) - Die Entwicklung des österreichischen Außenhandels im letzten Jahr war äußerst positiv, zeigte sich Wirtschafts- und Arbeitsminister Dr. Martin Bartenstein heute anläßlich der Präsentation des Außenhandelsjahrbuches 2001/2002 erfreut. Österreich habe seine Position im internationalen Wettbewerb deutlich verbessert.***

Die wichtigsten Ergebnisse des neuen Jahrbuches zeigen, dass sich die internationale Wettbewerbsposition der Sachgütererzeugung Österreichs in den letzten Jahren kräftig verbessert hat. Dazu trugen unter anderem hohe Produktivitätszuwächse von jährlich 5,2 % in den 90er Jahren bei. Bartenstein führte weiter aus, dass die österreichische Exportwirtschaft den Konjunktureinbruch in der 2. Jahreshälfte 2001 gut überstanden hat und sogar Marktanteile gewinnen konnte. Die österreichischen Exporte durchbrachen im Jahr 2001 erstmals die Schallmauer von 1.000 Milliarden Schilling (1.024,5 Milliarden Schilling oder 74,5 Milliarden Euro). Österreichs Exporte innerhalb bzw. außerhalb der EU wuchsen auch 2001 mit 4,3 bzw. 9,6 % schneller als der Durchschnitt der EU-15 mit 1,5 bzw. 4,5 %. Der Anteil Österreichs an den gesamten EU-Exporten stieg damit auf rund 3 % (1996: 2,7%).
Für Bartenstein ist diese erfolgreiche Exportwirtschaft einer der wichtigsten Wohlstandsträger unseres Landes.

Weiters konnte die Warenstruktur der Exporte in Richtung höherwertige Produkte verbessert werden. Der Exportanteil von Maschinen und Fahrzeugen erreichte 2001 mit 43,9 % einen Höchststand, so Bartenstein.

Die Außenhandelsquote erhöhte sich 2001 auf 35,3 %. Gegenüber 1996 bedeutete dies eine Steigerung um mehr als ein Drittel, was auch die gestiegene Wettbewerbsfähigkeit widerspiegelt. Das Außenhandelsdefizit betrug im Jahr 2001 4,2 Milliarden Euro und nahm damit um rund 1 Milliarde Euro gegenüber dem Vorjahr ab. Die Defizitquote halbierte sich gegenüber 1996 auf 2% und erreichte damit den niedrigsten Wert seit 1954.

Bartenstein stellte auch zufrieden fest, dass die Anzahl der ins Außenhandelsregister der WKÖ eingetragenen Exporteure gegenüber 2000 nochmals auf den neuen Höchstwert von 15.000 stieg. Damit hat sich die Anzahl der Exporteure seit 1996 um rund zwei Drittel erhöht.

Dienstleistungen:

Im Dienstleistungsbereich nimmt die Bedeutung der unternehmensnahen Dienstleistungen weiter zu, ihr Anteil (ohne Transport) stieg von rund 36 % im Jahr 1992 auf rund 52 % im Jahr 2000. Bemerkenswert dabei ist, dass sich Österreich gegenüber westlichen Handelspartnern eher auf den Reiseverkehr, gegenüber dem Osten auf unternehmensrelevante Dienstleistungen spezialisiert.

Die gesamte Exportquote (Güter und Dienstleistungen) ist seit 1996 um mehr als ein Drittel auf den neuen Rekordwert von 51,5 % gestiegen. Die Verbesserung bei der Waren- und Dienstleistungsbilanz bewirkte ein geringeres Leistungsbilanzdefizit (rund 2,0 % des BIP).

Direktinvestitionen:

Erfreut zeigt sich Bartenstein auch darüber, dass die Schere in der Direktinvestitionsbilanz kleiner wird. Bei den österreichischen Direktinvestitionen konnten zwischen 1990 und 2000 Zuwächse um durchschnittlich etwa 20 % pro Jahr verzeichnet werden. Im Jahr 2000erreichten sie einen neuen Rekordwert von 22,5 Milliarden Euro. Mit rund 31 Milliarden Euro sind die passiven Bestände zwar weiterhin höher, sie wuchsen im gleichen Zeitraum aber mit durchschnittlich 14 % langsamer.

Weiters kündigte Bartenstein für Mai eine Reise nach Mexiko und Brasilien an, die der Auftakt für eine Exportoffensive nach Lateinamerika bilden soll. Österreich hat in diesen Ländern gute Marktchancen und Lateinamerika gesamt ist als Markt durchaus ausbaufähig.

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