Vorarlberger Einwendungen gegen Gundremmingen bekräftigt!

LR Schwärzler: Kernenergie birgt untragbare Risiken

Bregenz/München (VLK) - Umweltlandesrat Erich Schwärzler
und Hildegard Breiner als Vertreterin der
Umweltorganisationen werden morgen, Dienstag, in München an
einem Hearing über mehrere geplante deutsche Atommüll-Zwischenlager, darunter jenes in Gundremmingen, teilnehmen.
"Dabei werden wir die Vorarlberger Einwendungen, die wir
bereits dem deutschen Bundesamt für Strahlenschutz
mitgeteilt haben, erneut mit aller Entschiedenheit
bekräftigen", so Landesrat Schwärzler. ****

Vorarlberg ist schon seit den 1970-er Jahren Vorreiter
gegen jede Nutzung der Kernenergie. Gegen die nun geplanten deutschen Projekte bestehen aus Vorarlberger Sicht schwere Sicherheitsbedenken: Hauptkritikpunkte sind die fehlende Untersuchung einer Nulllösung, die unzureichende
Absicherung gegen Flugzeugabstürze sowie das nicht
vorhandene Endlagerungskonzept. Landesrat Schwärzler
verweist nicht zuletzt auf die mehr als 10.000
Unterschriften, die im Ländle gegen Gundremmingen
zusammengetragen wurden: "Das zeigt, dass unsere
Bevölkerung nicht bereit ist, atomare Gefahrenquellen in
der Nähe unserer Landesgrenzen einfach in Kauf zu nehmen."

Hildegard Breiner untermauert ihre Kritik an den
deutschen Kernkraftprojekten mit völkerrechtlichen
Argumenten: "Das im Völkerrecht grundsätzliche Erfordernis
einer ernsten Bedrohung ist bei drohenden Atomschäden
ausnahmslos immer gegeben. Einen 'nicht ernsten'
Atomschaden gibt es nicht." Die Errichtung einer atomaren
Anlage, die auch nur im entferntesten eine Gefahr für Leben
und Gesundheit in den Nachbarstaaten darstellt, sei daher
ein völkerrechtliches Delikt.
(gw,nvl)

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