Laska und Brauner zeigen dem Rassismus die rote Karte

Aktionswoche im Wiener Fußball

Wien, (OTS) Von 12. bis 21. April 2002 beteiligt sich der Wiener Fußball und seine Fans - von der Bundesliga bis zur 3. Klasse und der Frauenfußball - an der zweiten europaweiten Aktionswoche von Football Against Racism in Europe (FARE).

Die FARE Aktionswoche wird auf europäischer Ebene von der UEFA, in Wien sowohl von der Stadt Wien als auch dem Wiener Fußballverband (WFV) unterstützt und vom Wiener Institut für Entwicklungsfragen und Zusammenarbeit (VIDC) im Rahmen seines FairPlay-Projektes koordiniert.****

Erstes Highlight der Aktionswoche in Wien ist das Derby zwischen FK Austria Wien und SK Rapid Wien (Sonntag, 14. April). Bei der Begrüßung präsentieren beide Teams große Rote Karten mit dem Slogan "Zeig dem Rassismus die Rote Karte". Hinter diese Botschaft stellen sich Dutzende andere Vereine bei ihren jeweiligen Heimspielen. So der Wiener Sport-Club, First Vienna FC, FAC und Migrantenvereine wie Aytac SV oder Partizan Wien genauso wie SC Maccabi Wien, der einzige jüdische Fußballclub der Stadt.

40.000 FairPlay-Magazine und Poster mit allen Logos der beteiligten Vereine und Fanclubs werden produziert. Die SpielerInnen werden beim Aufwärmen FairPlay T-Shirts tragen.

Vizebürgermeisterin und Sportstadträtin Grete Laska betont die Breitenwirkung der Aktion, die von der Stadt Wien mit voller Kraft unterstützt wird: "Bewegung findet Stadt": Nicht nur prominente Sportler dienen als Vorbilder für die Jugend, gerade in der täglichen Arbeit bei den Sportvereinen wird das Fundament für ein respektvolles Miteinander vorgelebt. Die kommende Aktionswoche ist der beste Beweis dafür, dass im Breitensport gute und engagierte Integrationsarbeit geleistet wird."

Für Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner stellt die Aktionswoche eines der vielen Beispiele gelungener Integrationsarbeit in Wien dar, gemäß dem Motto 'Integration findet Stadt’: "Für die Integrationspolitik der Stadt Wien gelten ZuwanderInnen als Bereicherung, deren Potenziale wir im Interesse aller nützen wollen. Im Sport zählen nicht Pass, Hautfarbe oder Religion, sondern Leistung, Einsatz und Freude am Spiel. Nehmen wir die SportlerInnen als Vorbild und zeigen wir Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und der Ausgrenzung auch abseits des Platzes die ‚Rote Karte’!"

FairPlay-Koordinator Michael Fanizadeh freut sich über die rege Beteiligung an der Aktionswoche und meint: "Fußball kann als Teil der globalen Unterhaltungskultur zur Verstärkung, aber auch zur Überwindung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit beitragen."

Während der Woche schließen sich in zahlreichen anderen europäischen Ländern - u. a. in Italien, Deutschland, England, Rumänien und Norwegen - gleichzeitig Fans, Vereine und MigrantInnen zusammen, um Stadionaktionen gegen Fremdenfeindlichkeit durchzuführen. Mit dabei sind u.a. Fanclubs von Manchester United, FC Valencia, Schalke 04, Girondins Bordeaux oder Leicester City.

Das FARE-Netzwerk wurde im Februar 1999 auf Initiative von FairPlay-VIDC als Ergebnis eines Treffens von Fanclubs, Fußballprojekten sowie Vertretern von nationalen Verbänden und Spielergewerkschaften aus insgesamt 13 Ländern in Wien ins Leben gerufen. FARE wurde im August vergangenen Jahres für seine Arbeit mit dem Charity-Award 2001 der UEFA ausgezeichnet. (Schluss) sl

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01-713 35 94-88,
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