Bartenstein: Österreich ist Brücke zu Mittel- und Osteuropa

Minister unterstrich Schlüsselrolle Österreichs bei der wirtschaftlichen Integration Europas

Wien (BMWA/OTS) - "Österreich besitzt schon allein aufgrund seiner geopolitischen Lage eine Brückenfunktion zu Osteuropa und nützt diese auch. Kein anderer EU-Mitgliedstaat unterhält derart intensive Wirtschaftsbeziehungen mit dieser Region", unterstrich Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute anlässlich eines Europa-Seminars in der Wirtschaftskammer zum Abschluss einer Ausbildungsprogrammes für etwa 100 russische Manager in Europa. "17% der österreichischen Exporte gehen nach Osteuropa, und fast vier Fünftel der neuen österreichischen Auslandsinvestitionen fließen in diese Zukunftsmärkte", betonte Bartenstein. ****

Die Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen mit Osteuropa hat auch in Österreich positive Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Standort gehabt. Österreich ist gefragte Osteuropa-Zentrale internationaler Unternehmen, und die Jobs im Inland bei österreichischen Ost-Direktinvestoren haben sich seit der Ostöffnung fast verdreifacht. Deswegen sei eine rasche EU-Erweiterung von größtem Interesse, gleichzeitig dürfe sich die wirtschaftliche Integration Europas nicht darauf beschränken: "Einer stärkeren Integration Russlands in Europa kommt größte Bedeutung zu, sowohl hinsichtlich der Verwirklichung der Prodi/Putin-Idee eines Gemeinsamen Europäischen Wirtschaftsraumes, als auch im Hinblick auf einen baldigen Beitritt Russlands zur WTO, für den ich zuletzt beim Treffen der EU-Handelsminister in Toledo Mitte März wiederum nachdrücklich eingetreten bin", sagte Bartenstein in seiner Rede. Die neue Dynamik in den WTO-Verhandlungen mit Russland sei zu nützen. Für erforderliche tiefgreifende Umstellungen etwa im Energiebereich sollten realistische Übergangsfristen zugestanden werden.

Abschließend unterstrich Bartenstein die zentrale Bedeutung des EU-Manager-Trainingprogrammes für Capacity Building in Russland und der Ukraine und hob besonders hervor, dass 25% der ausgebildeten Manager im Zuge ihres Aufenthaltes bereits konkrete Geschäftsverbindungen aufbauen konnten.

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