Zellot: "Kritik der Vizekanzlerin an Kommissar Fischler ist berechtigt!"

Wien, 2002-04-08 (fpd) - "Die Kritik von Dr. Susanne Riess-Passer an EU-Kommissar Fischler ist völlig berechtigt", sagte heute der freiheitliche Abgeordnete Roland Zellot. "Hat Fischler schon vergessen, wie viele Bauern ihre Betriebe aufgrund der verfehlten EU-Agrarpolitik aufgeben mußten? Allein in Bayern sperren jährlich 4.000 landwirtschaftliche Betriebe zu, die jahrhundertelang ihre Bauernhöfe bewirtschaftet haben." ****

"Der Grund für dieses Bauernsterben ist leicht erkennbar. Jahr für Jahr sinken die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte. Andererseits jedoch steigen die Betiebsmittelpreise. Die EU-Bürokratie samt den vielen Kontrollen trägt noch ihr Schärflein dazu bei, daß das Höfesterben vorangetrieben wird. Als Draufgabe zu der ohnehin schwierigen Situation kam die BSE-Krise, wodurch die Mastrinder unter ihren Entstehungskosten abgesetzt werden mußten. Verlierer dieser Krise waren also eindeutig die Bauern, der Handel jedoch hat daran verdient."

Die EU-Agrarpolitiker kämen trotzdem nicht zur Vernunft. Vor allem im Zuge der EU-Osterweiterung wolle man die Mengenbegrenzungen (Quoten) am Landwirtschaftssektor abschaffen. "Unter dem Motto noch mehr Arbeiten und weniger Verdienen sollen die Bauern zu Weltmarktpreisen produzieren. Dadurch werden nur Tierfabriken, Großhandelsketten und Spekulanten das Sagen haben und nicht die herkömmliche Landwirtschaft", so Zellot weiter.

"Es ist unverständlich, daß Kommissar Fischler die Frau Vizekanzler kritisiert, die sich als Mitglied der Österreichischen Bundesregierung berechtigte Sorgen um den Weiterbestand der heimischen Bauern macht". (Schluß)

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