ARBÖ gegen "Extrawürste" bei Parkplätzen

Öffentlicher Raum muss für alle da sein!

Wien (ARBÖ) - Abgelehnt wird vom ARBÖ Wien der Versuch, Car-Sharing durch Absperren öffentlicher Parkplätze attraktiver zu machen. Der Präsident der Wiener Organisation, Dr. Rudolf Ertl, meint, "Extrawürste" auf öffentlichem Raum seien der Gemeinschaft nicht zuträglich und könnten auch keine ernst zu nehmende nachhaltige Lösung bringen.

Wie vor wenigen Tagen mitgeteilt, wurde im 9. Wiener Gemeindebezirk, Alsergrund, ein Parkplatz am Straßenrand mittels Ketten für eine Car-Sharing-Initiative eingerichtet. Als Argument begründeten dies die Verantwortlichen unter anderem mit der Bevorzugung, die umweltfreundliche Auto-Teiler erfahren müssten. Für ARBÖ-Präsident Dr. Rudolf Ertl ist es "keine Frage, dass umweltfreundliche Bestrebungen im Stadtverkehr zu fördern sind, dies könne aber nicht durch "mittelalterlich-feudal anmutende Parkplatzreservierungen" geschehen.

"Es wäre durchaus einzusehen, den Car-Sharern, die nachweislich auf ein eigenes Fahrzeug verzichten, alle möglichen Förderungen und Ermäßigungen, bis hin zum Gratisparken, zu gewähren. Eine Reservierung durch Gesperre im öffentlichen Raum müsse aber grundsätzlich strikt abgelehnt werden. "Wer solches im Schilde führt, schürt die Neidgenossenschaft und verschlechtert das ohnehin im Großstadtverkehr herrschende aggressive Klima. Dazu kommt, dass dieser Parkplatz bei tatsächlicher Nutzung der Car-Sharing-Wagen ja weitestgehend ungenutzt, also leer stehen wird", begründete der Wiener ARBÖ-Präsident seine Ablehnung.

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