Feuerbrand: Besondere Vorsichtsmaßnahmen für Bienenzüchter

Verordnung der Bezirkshauptmannschaften

Bregenz (VLK) - Zur Verhinderung des Auftretens und der
Ausbreitung sowie zur Bekämpfung des Feuerbrandes haben die Vorarlberger Bezirkshauptmannschaften auch heuer für die
Imker in zahlreichen Gemeinden bestimmte Maßnahmen
angeordnet. Diese gelten von Mittwoch, 10. April bis
Montag, 15. Juli 2002. ****

Kernpunkt der Verordnung ist die Festlegung von
Befallsgebieten und von Schutzzonen, also den
Befallsgebieten benachbarten Gemeinden, in denen die
gefährliche Pflanzenkrankheit Feuerbrand noch nicht oder
nur vereinzelt aufgetreten ist.

Als Befallsgebiete gelten im Bezirk Bregenz: Alberschwende, Andelsbuch, Au, Bildstein, Bizau, Bregenz, Buch, Doren,
Egg, Eichenberg, Fußach, Gaißau, Hard, Hittisau,
Hohenweiler, Höchst, Hörbranz, Kennelbach, Krumbach, Langen
b. Bregenz, Langenegg, Lauterach, Lingenau, Lochau,
Möggers, Riefensberg, Sibratsgfäll, Schoppernau,
Schwarzach, Schwarzenberg, Sulzberg, Wolfurt; im Bezirk
Dornbirn: Dornbirn, Hohenems, Lustenau; im Bezirk
Feldkirch: Feldkirch, Fraxern, Götzis, Laterns, Rankweil, Viktorsberg, Weiler; im Bezirk Bludenz: Blons, Dalaas,
Gaschurn, Raggal, St. Gallenkirch, Silbertal, Tschagguns. Schutzzonen sind im Bezirk Bregenz: Bezau, Mellau, Reuthe, Schnepfau; im Bezirk Feldkirch: Altach, Frastanz, Göfis,
Klaus, Koblach, Mäder, Meiningen, Röthis, Sulz, Schlins, Übersaxen, Zwischenwasser; im Bezirk Bludenz:
Bartholomäberg, Bludenz, Bürserberg, Innerbraz, Klösterle, Nenzing, Nüziders, Sonntag, Schruns, St. Gerold und
Thüringen.

Schutzmaßnahmen

Nach Anordnung der Bezirkshauptmannschaft dürfen aus den Befallsgebieten oder Schutzzonen vom 10. April bis 15. Juli
2002 Bienenvölker, Schwärme, Kunstschwärme und Zuchtvölker
in andere Gemeinden nur verbacht werden, wenn es sich um
einen Wanderplatz über einer Höhe von 1.400 Meter handelt.
Das selbe gilt für eine Wanderung aus einem Befallsgebiet
in eine Schutzzone sowie für eine Wanderung von Schutzzone
zu Schotzzone.

Weiters dürfen die Bienenvölker, Schwärme, Kunstschwärme
und Zuchtvölker aus einem Befallsgebiet oder einer
Schutzzone in andere Gemeinden oder aus einem Befallsgebiet
in eine Schutzzone sowie von Schutzzone zu Schutzzone
verbracht werden, wenn sie zuvor 48 Stunden in einem Keller
bzw. in einem Dunkelraum eingesperrt gehalten wurden.
Dasselbe gilt, wenn Bienenvölker, Schwärme, Kunstschwärme
und Zuchtvölker in die Befallsgebiete oder Schutzzonen
verbracht wurden und eine Rückwanderung an den
Heimbienenstand vor dem 15. Juli 2002 erfolgt.

Meldung an die Landwirtschaftskammer

Die Imker haben sämtliche Maßnahmen der
Landwirtschaftskammer für Vorarlberg (Telefon 05574/42044-
13 oder -16, Fax 05574/44479) oder E-Mail obst-garten@lk-
vbg.at zu melden. Die Bezirkshauptmannschaft weist auch
darauf hin, dass Wanderbienenbestände nach dem
Bienenzuchtgesetz zu kennzeichnen sind.

ANMERKUNG: Unter "in andere Gemeinden" sind Gemeinden
gemeint, die noch als feuerbrandfrei gelten und nicht unter Befallsgebiet oder Schutzzonen zu finden sind.
(so/ug/gw,nvl)

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