"Kleine Zeitung" Kommentar: "Urgestein" (von Hubert Patterer)

Ausgabe vom 5.4.2002

Graz (OTS) - Als Monika Forstinger ihr Amt als Ministerin antrat, stellte sich die Novizin als politisch bruchsicheres Fundstück vor:

"Ich bin ein freiheitliches Urgestein!"

Dass dieses erst kostspielig zugeschliffen wer den musste, verschwieg die Quereinsteigerin. Erst jetzt sickerte durch, wie teuer die erfolglosen Politur- Versuche den Steuerzahler kamen: So ließen sich die Unfertige und ihre Pressesprecherin in der 15monatigen Amtszeit um eineinhalb Millionen Schilling "gcoachen". Hinzu kamen Aufträge in zweistelliger Millionenhöhe an PR- und Marketing-Agenturen, die die glücklose Ministerin laut Revisionsbericht teils eigenhändig vergab.

Jetzt stoppte der Nachfolger die Zahlungen an die Firmen. Mathias Reichhold hat begründete Angst vor Splittern, sollte das Urgestein durch ein Nachbeben in Brüche gehen.

Und der Steuerzahler? Der hätte ja Verständnis für Ausgaben, die dem Feinschliff von Volksvertretern dienen. Aber nur, wenn er hoffen darf, irgendwann einen Edelstein in Händen zu halten. Hier durfte er nie hoffen. Er hat daher ein Recht auf unverzügliche Rückerstattung der Spesen.****

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