Antoni: SPÖ geht es um Anliegen der Volksbegehren-Unterzeichner

Niemand spricht von Junktim mit AHS-Oberstufenreform

Wien (SK) Es sei Sinn und Zweck des heutigen Bildungs-Unterausschusses, sich intensiv mit dem Volksbegehren auseinander zusetzen; dementsprechend sei der SPÖ wichtig, die Anliegen der Unterzeichner ernst zu nehmen, erklärte SPÖ-Bildungssprecher Dieter Antoni Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Mit den Worten "jede Kooperation muss möglich sein" unterstrich Antoni die Forderung der SPÖ, flexible Kooperationsformen zwischen den unterschiedlichen Schularten und -typen so intensiv wie möglich zu unterstützen. Der SPÖ-Bildungssprecher unterstrich zudem die Unterstützung seiner Fraktion zur Volksbegehrens-Forderung nach einer Absenkung der Klassenschülerhöchstzahl auf 25. "Das sind zwei völlig unterschiedliche Diskussionen, die nicht miteinander verknüpft werden sollten", reagierte Antoni auf Aussagen von ÖVP-Abgeordnetem Amon, einem Junktim von AHS-Oberstufenreform und dem Bildungs-Volksbegehren seine Zustimmung zu verweigern. "Niemand spricht von einem Junktim mit der Oberstufenreform", so der SPÖ-Abgeordnete. ****

Die Ausweitung der Kooperationsformen sei wichtig, um den Kindern die Chance auf unterschiedliche Bildungsangebote gewähren zu können und um die Anrechnung von Abschlüssen sicherzustellen, so Antoni. Im Zuge der Debatte sei man besonders auf mögliche Kooperationen von AHS-Unterstufe und den Hauptschulen eingegangen, weil hier "der Schuh besonders drückt", insbesondere in Ballungszentren, wo ein regelrechter Kampf um AHS-Unterstufenplätze stattfinde. Im ländlichen Raum sei das Angebot an Hauptschulen gut, hier fehle wiederum die Wahlmöglichkeit der Eltern. Daher fordere die SPÖ, auch hier die Kooperationen zu intensivieren - und zwar dort die rechtliche Basis herzustellen, wo Kooperationen bereits stattfänden bzw. dort, wo bislang keine Kooperationen bestünden, diese zu ermöglichen. Als Ziele dieser Maßnahme formulierte Antoni die gemeinsame Unterrichtsgestaltung, gemeinsame Projekte, gemeinsame Aktivitäten und Gebäudenutzung sowie die Öffnung der Schulen. Den SchülerInnen müssten die bestmöglichen Bildungschancen geboten werden, nicht zuletzt um sie auf lebensbegleitendes Lernen einstellen zu können.

Zur Diskussion um die Klassenschülerhöchstzahlen - heute ebenfalls Thema im Unterausschuss - bekräftigte der SPÖ-Abgeordnete die Unterstützung der SPÖ für die Forderung des Volksbegehrens. Die Förderung spezieller Begabungen oder Projektunterricht sei mit hohen Klassenschülerzahlen unmöglich. Kleine Klassen seien besonders bei den Grundschulen enorm wichtig, wie auch die Mitgliedsländer des Europarates festgestellt hätten, da diese "chancennachholende Bildungsangebote" anbieten müssten. In Österreich sei die Situation derzeit so, dass an den Pflichtschulen im ländlichen Raum zwar genügend Schulraum vorhanden sei, nicht jedoch genügend LehrerInnen, weshalb die Schülerzahlen pro Klasse erhöht werden müssten. In den Bundesschulen hingegen sei viel zu wenig Schulraum vorhanden, was zu einer Vielzahl von Klassen mit mehr als 36 SchülerInnen führe. In diesem Sinne sei es unangemessen, "so zu tun, als ob kein Handlungsbedarf bestehe", schloss Antoni in Richtung ÖVP. (Schluss) nf/mp

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