Schender lehnt Modell der Gesamtschule dezidiert ab

Eigens eingerichteter Unterausschuß wird Bildungsvolksbegehren ernst und ausführlich diskutieren

Wien, 2002-04-05 (fpd) - Der freiheitliche Bildungssprecher Mag. Rüdiger Schender sprach sich heute für eine ernste und ausführlichen Diskussion des Bildungsvolksbegehrens aus. ****

"Der eigens dafür eingerichtete Unterausschuß, der heute seit 9.00 Uhr tagt, bietet Gelegenheit für eine umfangreiche und breite Diskussion mit den entsprechenden Experten", führte Schender aus.

Der freiheitliche Bildungssprecher lehnte die kooperative Mittelschule ab, da dieses Modell keine befriedigende Antwort auf die jahrzehntelange fehlgeschlagene sozialistisch dominierte Bildungspolitik sein könne. Zahlreiche Studien, so Schender, würden die Sinnlosigkeit einer Gesamtschule bestätigen.

Insbesondere in den Ballungszentren würden sich die Schülerströme immer mehr weg von der Hauptschule in Richtung AHS bewegen, was in der Folge das Niveau der Hauptschulen in diesen Ballungsräumen dramatisch senke. Im ländlichen Bereich hingegen erfreuen sich die Hauptschulen durch verschiedenartige Schwerpunktsetzungen eines großen Zulaufes. Auch die Qualität der ländlichen Hauptschulen sei hervorragend. In Niederösterreich beispielsweise seien 80 % der Maturanten ehemalige Hauptschüler.

"Die Aufteilung in AHS-Unterstufe und Hauptschule ist sinnvoll und notwendig und muß auch in dieser Form beibehalten werden. Nicht Gleichmacherei bietet bestmögliche Ausbildung, sondern ein gezieltes Eingehen auf die Stärken und Schwächen des Einzelnen. Hierzu ist ein in sich differenziertes Schulsystem ebenso notwendig wie gezielte Begabtenförderung", so der freiheitliche Bildungssprecher.

Wichtig sei auch eine gesellschaftspolitische Aufwertung und Imageverbesserung von Hauptschule und Lehre. "Handlungsbedarf besteht zweifellos in der noch viel zu wenig ausgebauten Schulautonomie. Sie ist bei uns im internationalen Vergleich unterentwickelt, was ebenso auf die sozialistisch dominierte Bildungspolitik der letzten Jahrzehnte zurückzuführen ist. Hier ist anzusetzen", führte Schender aus. (Schluß)

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