Brosz: Weniger SchülerInnen in einer Klasse unterrichten

Bildungsvolksbegehren umsetzen

Wien (OTS) Die schrittweise Einführung der gemeinsamen Schule der 10-15-Jährigen sowie die Senkung der KlassenschülerInnenhöchstzahlen, fordert Dieter Brosz, Bildungsprecher der Grünen, anlässlich der Behandlung des Bildungsvolksbegehrens im parlamentarischen Unterrichtssausschuss.

"Die unlängst veröffentlichte PISA-Studie räumt mit dem von den Regierungsparteien noch immer verbreiteten Vorurteil auf, eine gemeinsame Schule würde alle SchülerInnen über einen Kamm scheren", so Brosz. Länder mit einer gemeinsamen Schule wie Finnland weisen nicht nur bessere Gesamtergebnisse auf, sondern vor allem auch signifikant bessere Leistungen von Kindern aus sozial benachteiligten Familien.

Selbstverständlich gibt es auch dort unterschiedliche Leistungsniveaus. In allen Ländern, die bei der Lesekompetenz vor Österreich liegen, gibt es größere Leistungsunterschiede innerhalb der Schulen als in Österreich zwischen den Schultypen. Die PISA-Studie zeigt Österreichs zentrales Problem deutlich auf: "In Österreich ist der soziale Status der Familie das Hauptkriterium für die Bildungskarriere der Kinder. Damit muss endlich Schluss sein," fordert Brosz.

"Durch die sinkenden SchülerInnenzahlen wäre es möglich, die KlassenschülerInnenhöchstzahlen schrittweise abzusenken. Stattdessen werden durch die Sparmaßnahmen die KlassenschülerInnenhöchstzahlen in der Praxis sukzessive gesetzlich angehoben. Etwa 100.000 SchülerInnen sitzen in Österreich in Klassen, die über der definierten Höchstzahl liegen und in die Toleranzklausel fallen. Niedrigere KlassenschülerInnenzahlen sind zwar kein Allheilmittel aber Voraussetzung für einen zeitgemäßen und an den individuellen Bedürfnissen der SchülerInnen ausgerichteten Unterricht," so Brosz weiter.

"Beschämend ist wieder einmal das Desinteresse von Bildungsministerin Gehrer, die an der Diskussion zum Bildungsvolksbegehren nicht teilnahm," so Brosz.

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