Laska: Wien ist anders - Wien ist sozial

Wien, (OTS) Wien richtet seine Politik nicht nur nach wirtschaftlichen Kriterien aus, sondern trifft sozial gerechte Maßnahmen. "Statt Abkehr vom Sozialstaat, statt Sozialabbau und Kürzung wichtiger Sozialleistungen muss die soziale Sicherheit, das Pensions- und das Gesundheitssystem für die sozial Schwächeren gesichert und die soziale Verteilungsgerechtigkeit in Österreich erhalten werden" so Vizebürgermeisterin Grete Laska. "Der Zugang zu Gesundheitsversorgung und (Aus)Bildung - unabhängig vom Einkommen -muss ebenso garantiert werden wie die Pensionen".

Für die kleinsten Wienerinnen und Wiener

Während der Bund eine Einsparung nach der anderen im Sozialbereich vornimmt, investiert die Stadt Wien für die Menschen dieser Stadt. Dabei ist es Vizebürgermeisterin Grete Laska ein besonderes Anliegen, berufstätige Eltern zu unterstützen, d.h. mit einem flächendeckenden Netz von Kinderbetreuungseinrichtungen ein kundInnenorientertes Angebot zu bieten, ohne - im Interesse der Kinder - den höchstmöglichen pädagogischen Standard aufs Spiel zu setzen.****

KundInnenorientierung ist kein Schlagwort

In Wien können sich Eltern in neun Servicestellen der MA 11A persönlich, telefonisch, per Post, Fax oder e-Mail über das vielfältige Angebot informieren und ihr Kind für Krippe, Kindergarten oder Hort anmelden. Alle notwendigen Informationen stehen im Internet, neu ist auch die bargeldlose Einzahlung des Elternbeitrages mittels Zahlschein.

Derzeit läuft die Ausschreibung für die Verpflegung der rund 30.000 Kinder in den 369 städtischen Kindertagesheimen. Gefordert ist dabei ein 30%-Anteil an biologischen Nahrungsmitteln, der im Laufe von 4 Jahren auf 50% angehoben werden soll. Das neue gesunde und gute Essen soll den Kindern spätestens mit Anfang 2003 angeboten werden.

Vorbildfunktion für ganz Österreich

Wien hat von allen Bundesländern die höchste Frauenbeschäftigungsquote: Von 100 Frauen im berufsfähigen Alter sind in Wien 72 unselbständig oder geringfügig beschäftigt (Österreichischer Durchschnitt: nur 55). "Um die Familien in ihrer Berufstätigkeit zu unterstützen, hat Wien die Kinderbetreuungseinrichtungen in den letzten Jahren sukzessive ausgebaut. Heute hat Wien von allen Bundesländern die meisten Kinderbetreuungsplätze, sowohl in absoluten Zahlen, also auch pro Kopf" so Laska. "Österreichweit stehen je 1000 EW 32 Kinderbetreuungsplätze für alle Altersstufen zur Verfügung, bei uns 40!"

Konkret gibt es derzeit rund 12.500 Plätze für 0-3jährige in städtischen und privaten Kindertagesheimen. Mit dieser Abdeckung, die sich in den letzten 5 Jahren mehr als verdoppelt hat und nun bei 48,9% liegt, sind wir in Österreich federführend: ¾ aller österreichischen Krippenplätze sind in Wien. Einzigartig in Österreich ist auch die flächendeckende Ganztagsversorgung für Kinder zwischen 3 und 6 Jahren mit insgesamt mehr als 43.000 Plätzen. Dabei hat sich die Zahl der Betriebskindergärten, die sich besonders nach den Bedürfnissen der Eltern und vor allem der berufstätigen Frauen richten können, in den letzten 4 Jahren nahezu verdoppelt (derzeitiger Stand: 34). Nachmittagsbetreuung ist für all jene 6-10jährigen Wiener Kinder gewährleistet, die eine solche benötigen.

Mütter, die arbeiten wollen - Wien hilft, wo es geht

Berufstätige Eltern haben starken Bedarf nach flexiblen Öffnungszeiten: Familienstadträtin Grete Laska hat daher kürzlich angekündigt, dass im Rahmen eines Pilotprojektes ab Herbst an 5 ausgewählten Standorten in verkehrsgünstiger Lage erweiterte Öffnungszeiten bis 20 Uhr angeboten werden. Noch eine Neuerung: Bald wird auch eine Teilzeitbetreuung in Krippen und Kindergärten möglich sein. Konkret gibt es dann drei verschiedene Modelle: ganztags (6.30-17.30 bei Bedarf auch 6-18 Uhr), halbtags (8-12 od. 13-17 Uhr) und das neue Teilzeit-Modell (6.30-14 bei Bedarf ab 6 Uhr od. 12-17.30 bei Bedarf bis 18 Uhr). Ein entsprechender Vorschlag wird Mitte April dem Gemeinderatsausschuß der Geschäftsgruppe Bildung, Jugend, Soziales, Information und Sport vorgelegt.

Solidarität heißt: Soziale Staffelung

Um die tatsächlichen Kosten der Kinderbetreuung abdecken zu können, reichen die Elternbeiträge alleine bei weitem nicht aus. Die Stadt Wien fördert die Pläatze daher nicht nur in den von der Stadt selbst betreibenen Häusern, sondern auch bei den gemeinnützigen Organisationen. In den städtischen Krippen, Kindergärten und Horten sind die Elternbeiträge überdies sozial gestaffelt. In den letzten Jahren wurde die Höhe immer nur dem Verbraucherpreisindex angepasst -die nun geplante kostenneutrale Tarifreform wird einkommensschwache Familien weiter entlasten. Lediglich ein Drittel der Eltern, nämlich jene, deren Bemessungsgrundlage über 2.170 EUR liegt, muss den "vollen Beitrag" oder "Selbstbehalt" bezahlen. Für sie soll ein Kindergartenplatz zukünftig ganztags 196 EUR, halbtags 116 EUR und im Teilzeit-Modell 142 EUR kosten (alle Preise ohne Essensgeld). Leichter wird es für alle, die weniger verdienen: Kein Betreuungsgeld wird bei einer Bemessungsgrundlage von unter 1000 EUR verrechnet, das ist eine Anhebung um ca. ein Drittel. Zwischen 1000 und 2170 EUR gelten gestaffelte Beiträge.

Weiterer Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen

Während der Bund per Anfang 2001 sämtliche Beiträge für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen gestrichen hat, werden seitens der Stadt Wien laufend etwa EUR 7 Mio (ATS 100 Mio) für Standardverbesserungen ausgegeben. 2002 können die derzeit in Bau befindlichen Kindertagesheime in der Speckbachergasse (16. Bezirk) und in der Bernoullistraße (22. Bezirk) fertiggestellt werden. Begonnen wird der Bau der Kindertagesheime Vorgartenstraße (2. Bezirk), Katharinengasse und Wienerberg City (10. Bezirk). "Der Ausbau von pädagogisch hochqualitativen Kinderbetreuungseinrichtungen nützt den Kindern ebenso wie den berufstätigen Eltern und ist damit ein nicht zu unterschätzender Faktor einer Sozial- und Wirtschaftspolitik" so Laska abschließend. "Sparen an der Jugend oder im Sozialbereich ist mittel- und längerfristig schlicht und einfach Sparen an der falschen Stelle."

Allgemeine Informationen:
o Kindertagesheime der Stadt Wien: www.kindergaerten.wien.at/

(Schluss) eg

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