SVA-Obmann Sigl: Kein Geld für ASVG-Kassen, dafür Leistungsverbesserungen für Unternehmer

Wien (OTS) - SVA-Obmann Sigl: Kein Geld für ASVG-Kassen, dafür Leistungsverbesserungen für Unternehmer

Anlässlich der 10. Generalversammlung der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) sprach sich Obmann Präsident Viktor Sigl vehement gegen Pläne aus, zur Beseitigung des Defizits der ASVG-Kassen auch Rücklagen der gewerblichen Krankenversicherung heranzuziehen.

Nach den Vorstellungen der neuen Geschäftsführung des Hauptverbandes soll die SVA in den Jahren 2002 bis 2004 Zahlungen an den Ausgleichsfonds der Krankenversicherungsträger in Höhe von insgesamt 110,6 Millionen Euro leisten. Obmann Sigl wörtlich: "Aus Sicht der Wirtschaft sind solche Zahlungen ohne Rückzahlungsgarantien entschieden abzulehnen; auch würde eine bloße Umschichtung von erfolgreich geführten Kassen zu "Abgangs-Kassen" keine dauerhafte Lösung der Probleme darstellen." Vorstellen könnte sich Obmann Sigl, dass die Verteilung von Mitteln des Ausgleichsfonds vielmehr von der Erfüllung klar definierter Ziel-Kriterien abhängig gemacht wird.

Bei der Generalversammlung stellte SVA-Obmann Sigl auch Verbesserungen im Bereich der gewerblichen Krankenversicherung vor. Ein neues Optionsmodell bietet die Möglichkeit, den Krankenschutz individuell zu gestalten. Insgesamt werden drei Varianten zur Auswahl stehen. Erleichterungen gibt es auch beim bisher starren Selbstbehalt in Höhe von 20 Prozent. Bei einigen Leistungen mit Vorsorge- und Präventionscharakter wird künftig auf die Einhebung des Selbstbehaltes verzichtet. Obmann Sigl: "Der gesundheitspolitische Aspekt ist enorm; ich bin davon überzeugt, dass das neue Modell Beispielwirkung für die gesamte Sozialversicherung haben wird."

Rückfragen & Kontakt:

Josef Paulis Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft
Tel.: 01/54 6 54/3451

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS