- 03.04.2002, 12:36:05
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Bildungsvolksbegehren im parlamentarischen Ausschuss
ÖH-Weinberger: "Wir werden die Anliegen der Studierenden massiv einbringen."
Wien (OTS) - ÖH-Vorsitzende Anita Weinberger stellte heute auf einer
Pressekonferenz anlässlich der morgigen ersten Sitzung des
parlamentarischen Unterausschusses zum Bildungsvolksbegehren noch
einmal die Anliegen der Studierenden vor. "Die Abschaffung der
Studiengebühren ist ein Muss. Die soziale Unverträglichkeit hat sich
zur Genüge gezeigt", so Weinberger. Die ÖH-Vorsitzende wies darauf
hin, dass Bildungsministerin Gehrer bei Einführung der Gebühren noch
prophezeit hat, die Erstsemestrigenzahlen würden nicht zurück gehen.
"Das ist eindeutig widerlegt und die abschreckende Wirkung der
Gebühren somit klar dargelegt."
"Die Zahl der Erstsemestrigen ist aufgrund der Gebühren um 4.000
zurückgegangen", so Weinberger weiter. "Darauf werden wir im
Ausschuss hinweisen und auf die Einsicht der Abgeordneten und der
Ministerin drängen." In diesem Zusammenhang betonte Weinberger, dass
gerade der Frauenanteil unter den Erstzugelassenen enorm gesunken
sei: "Der freie Hochschulzugang hat in den letzten Jahrzehnten zu
einer enormen Erhöhung des Frauenanteils unter den Studierenden
geführt. Jetzt zeigt sich, dass die Gebühren insbesondere Frauen von
höherer Bildung fernhalten."
Weiters wies Weinberger auf die Gefahren für die Qualität der Lehre
durch das neue Dienstrecht für Lehrende hin: "Das Dienstrecht ist
unattraktiv und wird dazu führen, dass qualifizierte Lehrende ins
Ausland oder in die Privatwirtschaft abwandern. Außerdem wird der
dadurch verlangte Forschungsschwerpunkt dazu führen, dass zukünftig
die Lehre - und somit die Studierenden - zu kurz kommt. Wir wollen in
den Verhandlungen nun ein attraktives Dienstrecht erreichen, das auch
genügend Zeit für die Lehre und die Betreuung der Studierenden
zulässt", so Weinberger abschließend.
Rückfragehinweis: Osterreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Answer Lang
ÖH-Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/528-51-90
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