- 03.04.2002, 12:09:37
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ÖH ruft zur Unterzeichnung des Sozialstaatsvolksbegehren auf
Mautz: "Mit Sozialverträglichkeitsprüfung hätte es keine Studiengebühren gegeben."
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ruft
dazu auf, das heute startende Sozialstaatsvolksbegeheren zu
unterschreiben. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
ÖGB-Vorsitzenden Verzetnitsch, Superintendentin Knoll und Bruno
Holzhammer von der Katholischen ArbeiterInnenbewegung betonte
ÖH-Vorsitzende Andrea Mautz die Relevanz des Begehrens vor allem für
junge Menschen. "Es muss verhindert werden, dass der Sozialstaat
insbesondere im Bildungs- und Jugendbereich weiter abgebaut wird", so
Mautz.
Mautz rechnete vor, dass beispielsweise die Einführung von
Studiengebühren einer Sozialverträglichkeitsprüfung nicht stand
gehalten hätte: "Studierende haben im Monat durchschnittlich 650 Euro
zur Verfügung, mussten aber bereits vor Einführung der Gebühren 685
Euro für Wohnen, Essen und Lernmaterial ausgeben. Nach eine
Studiendauer von sechseinhalb Jahren und der nunmehrigen
Zusatzbelastung der Gebühren, ergibt das am Studienende einen
Schuldenberg von 7.500 Euro. Studierende tappen ohne entsprechende
soziale Absicherung zwangsweise in die Armutsfalle."
Darüber hinaus ging Mautz auch auf die allgemeine Situation im
Bildungs-, Ausbildungs- und Jugendbereich ein: "Die Tendenz, dass
immer wenige in Bildung und Jugend investiert wird, ist zunehmend.
Das zeigt sich auch anhand der steigenden Jugendarbeitslosigkeit.
Dagegen gilt es ein Zeichen zu setzen, denn soziale Grundrechte wie
genügend Lehrstellen und ausreichende Bildungsmöglichkeiten können
nicht verhandelt werden; sie müssen abgesichert sein!" In diesem
Zusammenhang zeigte sich Mautz darüber erfreut, dass aus einer
gestern präsentierten Studie des ITK hervorgeht, dass gerade junge
Menschen das Volksbegehren unterstützen wollen.
Rückfragehinweis: Osterreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Answer Lang
ÖH-Pressesprecher
Tel.: 01/310-88-80/59 bzw. 0664/528-51-90
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