- 03.04.2002, 11:36:10
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Parteiübergreifende Politische Bildung für PolitikerInnen in Tirol ein Erfolg
Abschlussfeier der 2. Universitätsakademie Politische Bildung im Innsbrucker Landhaus
Innsbruck (OTS) - 42 Tiroler Gemeinderäte und Landtagsabgeordnete
- von ÖVP, SPÖ, Grüne sowie parteiunabhängige Mandatare - haben
insgesamt 10 Wochenenden für ihre berufliche Weiterbildung geopfert,
und erhalten am Samstag, 6. April 2002, ein Diplom, das sie als
AbsolventInnen der Universitätsakademie Politische Bildung
auszeichnet.
Zu den Akademieinhalten zählten Grundlagen des politischen Systems
und der Politik in Österreich genauso wie ein praxisbezogenes
Medientraining, die Kunst der Wahlkampfführung und Strategien des
Lobbying. Veranstalter des Österreichweit einzigartigen Programms
waren das Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung
(IFF) und das Institut für Politikwissenschaft der Universität
Innsbruck sowie das Tiroler Volksbildungswerk.
Was können Politiker von Wissenschaftlern und auch Journalisten
als Referenten lernen? Landtagsabgeordnete Gaby Schiessling (SPÖ) als
Rednerin bei der Abschlussfeier dazu: "Einerseits wurde systematisch
rechtliches und politisches Faktenwissen vermittelt, andererseits
stets der Zusammenhang mit Alltagspolitik, Wahlkämpfen oder
Pressearbeit aus neutraler Sicht veranschaulicht. Für so kompetente
Analysen fehlt im politischen Tagesgeschäft leider oft die Zeit."
ÖVP-Gemeinderat Martin Schaffenrath: "Die Annahme und Ausübung
eines politischen Mandats kann vor allem für politische Neueinsteiger
ein Sprung ins kalte Wasser sein. Gerade Jungpolitiker möchten aber
gerne mehr politisches Know-how haben, bevor sie Entscheidungen
treffen. Es ist gut über den Tellerrand schauen zu können und sich
ohne politische Hintergrundprägung der inhaltlichen Diskussion mit
Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern anderer Parteien zu
stellen."
Seitens der Veranstalter zieht der Innsbrucker
Politikwissenschaftler Peter Filzmaier ein positives Resümee: "Wir
konnten eine Lücke im Bildungssystem schließen, denn eine
berufsbezogene Aus- und Fortbildung ist ansonsten eine
Selbstverständlichkeit, nur für Politiker gibt es sie kaum. Meine
besondere Anerkennung gilt aber den Teilnehmern, die nicht nur großes
Interesse und Engagement zeigten, sondern es waren auch die
Gesprächskultur und das gegenseitige Vertrauen sehr hoch.
Parteipolitisches Hickhack gab es einfach nicht, die Akademie könnte
ein Modell für ähnliche Projekte überall in Österreich sein."
Warum die FPÖ nicht vertreten war? "Natürlich wurden alle Parteien
eingeladen", betont Filzmaier und fügt hinzu, "Ich will nicht
glauben, dass die FPÖ als einzige Tiroler Partei meint, keine
Politische Bildung notwendig haben."
Rückfragehinweis:
Institut für interdisziplinäre
Forschung und Fortbildung (IFF)
Abteilung Politische Bildung,
Universitätsstrasse 15, 6020 Innsbruck,
Tel. 0512/507-7951 (Fax 2849),
mailto:marion.plaickner@uibk.ac.at ,
http://polbil.uibk.ac.at
Tiroler Volksbildungswerk,
Grillhofweg 100, 6380 Igls-Vill,
Tel. 0512/379102,
mailto:volksbildungswerk@tirol.com
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