• 03.04.2002, 10:59:00
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  • OTS0062 OTW0062

82.131 arbeitslose Menschen in Wien

Technische Berufe, Büro und Handel besonders vom Anstieg betroffen - Verweildauer in Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Wien (OTS) - Ende März 2002 waren 82.131 Menschen beim AMS Wien
arbeitslos vorgemerkt. Der Anstieg von 33,1 Prozent gegenüber dem
Vorjahr betrifft Männer mit 50.357 (plus 31,2 Prozent) und Frauen mit
31.774 Vorgemerkten (plus 36,3 Prozent).
Dem gegenüber steht ein Bestand an offenen Stellen von 3.830 (minus
26,8 Prozent gegenüber März 2001). Erfreulich ist, dass die Zahl der
in diesem Monat neu gemeldeten Stellen (sogenannte Zugänge an offenen
Stellen ) gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist, und zwar um 8,2
Prozent auf 3.556.

Altersverteilung, Langzeitarbeitslosigkeit und
Ausländer-Arbeitslosigkeit

20.231 Arbeitslose über 50 Jahre bedeuten einen Anstieg von 24,1
Prozent in dieser Altersgruppe. Im Haupterwerbsalter (25 bis unter 45
Jahre) sind aktuell 43.343 Menschen arbeitslos, ein Anstieg von 34,7
Prozent gegenüber März 2001. Die Jugendarbeitslosigkeit stieg wieder
am stärksten an (siehe unten).
Auch die Zahl der langzeitarbeitslosen Menschen beginnt wieder zu
steigen, und zwar um 27,2 Prozent auf 8.412 Personen. Insgesamt aber
sank gegenüber dem Vorjahr die durchschnittliche Verweildauer in
Arbeitslosigkeit um 21 auf 135 Tage.
Mit 18.767 arbeitslos vorgemerkten AusländerInnen ergibt sich ein
Plus von 31,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellenmarkt

Stark gestiegen ist diesmal wieder die Arbeitslosigkeit bei jungen
Menschen zwischen 15 und unter 25 Jahren: Mit 9.313 gemeldeten
Personen ein Anstieg von 42,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Die Zahl der aktuell Lehrstellensuchenden ist mit 589 sowohl
gegenüber dem Vorjahr (plus 63,2 Prozent) als auch gegenüber dem
Monat Februar dieses Jahres (plus 31,5 Prozent) angestiegen. Darüber
hinaus suchen 1.843 junge Menschen für später eine Lehrstelle bzw.
befinden sich in Lehrgängen des Auffangnetzes (JASG).
127 Lehrstellen werden aktuell angeboten, das sind um 29,8 Prozent
weniger als im März des Vorjahres. Für später warten zur Zeit 936
Lehrstellen auf die jungen Menschen, um 35,1 Prozent weniger als im
Vorjahr.

Arbeitslosigkeit nach Berufen

Ein Trend, der bereits einige Monate zu beobachten ist, setzt sich
verstärkt fort: Der starke relative Anstieg der Arbeitslosigkeit bei
technischen Berufen, wozu auch EDV-Berufe zu zählen sind. Mit 3.034
vorgemerkten Personen ergibt sich für März ein Anstieg von 74,8
Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Mit 12.749 arbeitslosen Menschen auch in absoluten Zahlen stark
vertreten sind Büroberufe (plus 45,6 Prozent gegenüber Vorjahr).
Einen starken Anstieg hat ebenfalls der Handel zu verzeichnen (plus
44,9 Prozent auf 7.690 Personen), es folgen Lehr- und Kulturberufe
(plus 44,1 Prozent auf 3.221), Hilfsberufe (plus 38,7 Prozent auf
5.675), Verkehr (plus 35,8 Prozent auf 4.024) und Fremdenverkehr
(plus 34,3 Prozent auf 7.774).
Die Lage auf dem Bau hat sich etwas entspannt. Mit einem Plus von
18,7 Prozent auf 9.697 Personen gegenüber März 2001 steigt die
Arbeitslosigkeit hier langsamer als in den Wintermonaten, saisonal
bedingt ergibt sich ein Minus von 16,6 Prozent (1.928 Personen)
gegenüber dem Februar dieses Jahres.

* Bitte Sperrfrist beachten *

Rückfragehinweis: AMS Wien

Dr. Susanne Rauscher
Tel: (01) 515 25 / 265
0664 46 52 583
susanne.rauscher@900.ams.or.at

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