Lunacek: Parlamentarier auf 'fact-finding-mission' im Sudan

Österreich hat durch OMV-Engagement Verantwortung für Friedensprozess

Wien (OTS) "Eine friedliche politische Lösung des seit Jahrzehnten immer wieder aufflammenden Bürgerkrieges im Südsudan", ist für die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Ulrike Lunacek, die "einzige Grundlage, auf der es für ein Unternehmen wie die zu 36% in Besitz der ÖIAG - und damit der Republik Österreich - stehende OMV eine Legitimation geben kann, ihre Erdölexplorationen im Südsudan wieder aufzunehmen und sogar auszubauen".

Die morgen Dienstag, 2.4., früh beginnende achttägige Reise einer Delegation der Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen, GÖAB, an der sowohl Abgeordnete aller vier Parlamentsparteien als auch FirmenvertreterInnen teilnehmen, dient für Lunacek vor allem darum, bei Gesprächen mit Regierung und Opposition, aber auch mit Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen, sich ein Bild über die Lage im Sudan zu machen. Es wird zwar auf Grund der Sicherheitslage nicht möglich sein, die Erdöl- bzw. die von den Rebellen kontrollierten Gebiete im Südsudan zu besuchen, bedauert Lunacek. Sie ist jedoch überzeugt, dass die Gespräche mit unterschiedlichen Fachleuten im Land dazu beitragen werden, sowohl den PolitikerInnen als auch den FirmenrepräsentantInnen die für weitere Entscheidungen wichtigen Grundlagen zu liefern.

"Bei zahlreichen Gesprächen beim UN-Gipfel für Entwicklungsfinanzierung in Monterrey, Mexiko, waren auch Wirtschaftsfachleute überzeugt, dass soziale Unruhen und gewaltvolle Konflikte die ökonomischen Interessen von Unternehmen untergraben", erinnert Lunacek die österreichischen Firmen an ihre soziale und ökologische Verantwortung.

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