Mailath-Pokorny zu Billy Wilder: Wien trauert um seinen Ehrenbürger

In seinen Filmen lebt er weiter

Wien, (OTS) Die Stadt Wien betrauert den Verlust eines der bedeutendsten Filmregisseure. Bei aller Trauer über den Tod von Billy Wilder gebe es doch die tröstliche Gewissheit, dass er in seinen Filmen weiterlebe, sagte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zum Tod der Hollywood-Legende. Wilders Filme seien schon seit langem Klassiker, die höchste künstlerische Ansprüche mit größter Attraktivität für das Publikum verbinden. "Some like it hot" werde auch zukünftige Generationen zum Lachen bringen, "Sunset Boulevard" die Menschen erschüttern. Mit diesen und seinen vielen anderen großartigen Werken habe sich Billy Wilder im Olymp der Filmgeschichte etabliert.

Wenn Billy Wilder auch in Hollywood Karriere gemacht habe, so sei er doch wesentlich vom jüdisch-mitteleuropäischen Geist geprägt gewesen, der Wien noch in seiner Jugendzeit zu einem der großen kulturellen Zentren der Welt gemacht habe. Die Zerstörung dieser Kultur, die Vernichtung der Menschen, die sie getragen haben, durch die NS-Diktatur habe Wilder lange davon abgehalten, seine Jugendstadt wieder zu besuchen. Erst Bundeskanzler Franz Vranitzky sei es 1994 gelungen, Wilder zu einem versöhnlichen Besuch nach Wien einzuladen. Mit der Überreichung der Ehrenbürgerschaft habe die Stadt Wien ihre Anerkennung für das Lebenswerk des großen Filmregisseurs dokumentiert und ihm die größte Auszeichnung verliehen, die sie zu vergeben habe.

Es sei auch eine Auszeichnung für Wien, dass Billy Wilder sie angenommen habe. (Schluss) gab

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