Bittner 2: Hanusch-Krankenhaus und WGKK untrennbar verbunden

Will Haupt Wiener Spitäler schließen?

Wien (OTS) - Die kürzlich präsentierte Idee, das Hanusch-Krankenhaus von der WGKK in die Trägerschaft der AUVA zu verlagern, bringt weder der WGKK noch der AUVA und schon gar nicht den PatientInnen einen Vorteil. "Die von der WGKK zu tragende Abgangsdeckung für das Hanusch-Krankenhaus beträgt lediglich rund 7 Mio. Euro und ist daher für die Erfolgsrechnung der Kasse weniger bedrohlich wie die kassenschädigenden Regierungsmaßnahmen. Eine Abgabe des Krankenhauses brächte keine Kassensanierung" sagte der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner.

AUVA will Hanusch-Krankenhaus nicht übernehmen

Außerdem scheint hier die Rechnung ohne den Wirt gemacht worden zu sein, da die AUVA das Spital gar nicht übernehmen will. Die Wirtschaft wird auch sicher nicht froh darüber sein, zusätzliches Geld der Arbeitgeber in den Betrieb einer allgemeinen Krankenanstalt mit Betriebspflicht und Öffentlichkeitsrecht zu stecken. Schließlich stellt sich die Frage, ob es Aufgabe der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt sein soll, ein Spital zu führen, in dem nur rund 4 Prozent der PatientInnen an Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten leiden.

Kosten des Hanusch-Krankenhauses unter dem Wiener Durchschnitt

Das HKH ist nicht nur qualitativ sondern auch wirtschaftlich ein top geführtes Haus. Die Kosten des HKH im stationären und im ambulanten Bereich (bezogen auf Betten, Belagstage, Ambulanzfälle oder Behandlungsplätze) liegen deutlich unter dem Wiener Durchschnitt. Die Übernahme des HKH durch einen anderen Träger würde die öffentlichen Gesundheitsbudgets daher kaum entlasten.

Will Haupt Wiener Spitäler schließen?

Für Verwunderung sorgte eine Aussage von Bundesminister Haupt. Er meinte gestern gegenüber der APA, dass "die Wiener Kassenverantwortlichen ihr System endlich auf europäisches Niveau anheben und die sündteure Wiener Spitalsstruktur durchforsten sollten". Auf diese Spekulationen des Bundesministers angesprochen meinte Bittner: "Lieber eine Hüfte für die Oma als ein Ohr für Haupt. Vieles was hier gesagt wird, ist morgen schon vergessen. Gott sei Dank hat der Bundesminister gar nicht die Kompetenz in Wien Spitäler zu schließen. Aussagen dieser Art sind daher reine Spekulation mit wenig inhaltlicher Bedeutung."

Sollte das Hanusch-Krankenhaus Spielball unüberlegter Politideen werden, ist nicht nur die hervorragende Qualität der PatientInnenbetreuung in Gefahr, sondern auch eine Reihe innovativer Projekte zur Weiterentwicklung des Wiener Gesundheitswesens.

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