Bittner 1: WGKK verknüpft ambulanten und stationären Bereich

Entlassungsmanagement im Hanusch-Krankenhaus erfolgreich umgesetzt

Wien (OTS) - "Die wichtigsten Herausforderungen für die Gestaltung eines zukunftsorientierten Gesundheitswesens sind die Ausrichtung der Angebote auf die Bedürfnisse der wachsenden Zahl älterer Menschen und die Bewältigung des Schnittstellenproblems beim Übergang von der Spitalspflege in den ambulanten Bereich. Genau zu diesen Herausforderungen hat das Hanusch-Krankenhaus der WGKK (HKH) -gemeinsam mit dem Wiener Roten Kreuz und der Volkshilfe Wien -beispielgebende Lösungen entwickelt und umgesetzt" stagte der Obmann der Wiener Gebietskrankenkasse Franz Bittner anlässlich der heutigen Pressekonferenz "Brückenschlag im Gesundheitsmanagement - Vernetzung der ambulanten und stationären Versorgung im Hanusch-Krankenhaus der WGKK".

Im Forschungsprojekt "Daheim gesund werden" konnte das Wiener Rote Kreuz in Zusammenarbeit mit dem Hanusch-Krankenhaus der Wiener Gebietskrankenkasse nachweisen, dass sich die professionelle Überleitung von der Spitals- in die häusliche Pflege menschlich wie wirtschaftlich rechnet. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein professionelles Entlassungsmanagement entwickelt, das jetzt in den Regelbetrieb übernommen wird.

Lenkungsinstrument Entlassungsmanagement statt Ambulanzgebühr

Mit dieser Initiative zeigt die WGKK und ihr Hanusch-Krankenhaus, dass sie zum Schnittstellenproblem zwischen ambulantem und stationärem Bereich bessere Lösungen anzubieten hat als die gegenwärtige Bundesregierung mit ihrer Ambulanzgebühr. Die WGKK arbeitet mit moderner Organisationsentwicklung für die Patienten statt mit Abschreckungsgebühren als Lenkungsinstrument im Gesundheitswesen.

Nach Hause statt ins Pflegeheim

"Das Hanusch-Krankenhaus hat schon seit langem seine Aufgabe nicht nur darin gesehen, den stationären PatientInnen eine bestmögliche medizinische Behandlung zuteil werden zu lassen, sondern auch, sie durch Maßnahmen der Rehabilitation wieder körperlich und geistig in die Lage zu versetzen, nach der Spitalsentlassung ein möglichst selbständiges Leben zu führen" erklärte Oberärztin DDr. Inga Findl.

"Beim Entlassungsmanagement wird vom Krankenhaus aus die Situation erhoben, in der sich die Patientin nach der Entlassung befinden wird - von der Wohnung über das Essen bis hin zur Möglichkeit der Unterstützung des Patienten durch die Familie, Nachbarn und Freunde und soziale Dienste. Dem Situationsbefund folgt dann die Hilfestellung bei der Organisation notwendiger Heilbehelfe und Hilfen, vom Rollstuhl bis zu Heimhilfen und Essen auf Rädern" so DDr. Findl weiter.

Erfolg: 97% der über 70-Jährigen können nach Hause zurückkehren

Von den über 70-jährigen PatientInnen der 4. Medizinischen Abteilung die vor der Spitalsaufnahme in der eigenen Wohnung gelebt haben (die Hälfte davon allein), konnten dank der Bemühungen des Entlassungsmanagements 97% wieder nach Hause zurückkehren.

Innovative Projekte im Hanusch-Krankenhaus der WGKK

Das Hanusch-Krankenhaus zählt österreichweit zu den führenden Pilotspitälern für die Entwicklung und den Test modernster Spitalsmanagementverfahren und Angebote zum Wohle der PatientInnen und der knappen öffentlichen Gesundheitsbudgets:

* Das HKH ist eines von österreichweit nur elf Spitälern, das am großen bundesweiten Modellprojekt "Qualität im Krankenhaus" teilnimmt: Die am HKH erzielten erfolgreichen Ergebnisse dieses Projektes in den Bereichen ‘patientenorientierte Stationsorganisation’ und ‘OP-Organisation’ sollen nun auf alle österreichischen Spitäler ausgerollt werden.

* Mit dem Projekt "PIK - Patientenorientierte integrierte Krankenbetreuung" werden die intra- und extramuralen Anbieter der Region Wien-West (14., 16., und 17. Bezirk; Umfeld des HKH, Wilhelminenspital und KH Göttlicher Heiland) organisatorisch verknüpft (Machbarkeitsstudie fertig, Projektausschreibung ist bereits erfolgt).

* In naher Zukunft wird das HKH eines der ersten Spitäler sein, das eine Spezialabteilung für Akutgeriatrie nach dem Modell des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen einrichtet.

* Das HKH ist das bundesweit einzige allgemeine LKF-finanzierte Akutspital eines Sozialversicherungsträgers. Es ist daher ‘Testspital’ der Sozialversicherung für die Auswirkungen aller gesetzlichen Neuregelungen im Krankenanstaltenbereich.

"Das Hanusch-Krankenhaus ist ein spitzenmedizinisches Zentrum mit Herz. Tausende zufriedene Patientinnen und Patienten beweisen das. Die erfolgreiche Arbeit des Hanusch-Krankenhauses der Wiener Gebietskrankenkasse sollte durch unqualifizierte Zwischenrufe aus der Politik nicht behindert werden" schloss Bittner.

(Fortsetzung)

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