Prammer zu Frauenpensionen: ÖVP-Chef hat Erklärungsbedarf

Wien (SK) Als "ungeheuerlich, aber nicht wirklich überraschend" bezeichnete am Freitag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer die Tatsache, dass Bundeskanzler Schüssel entgegen allen Beteuerungen "am Pensionsantrittsalter der Frauen weitersägt." Laut der aktuellen Ausgabe von "Format" hat der regierungsnahe Sozialwissenschafter Wolfgang Mazal ein neues Konzept zum Frauenpensionsalter für die ÖVP erstellt. Der ÖVP-Chef habe, so Prammer "dringenden Erklärungsbedarf. Ich hoffe nur, er hat sich nicht in ein 'Schweigekloster' zurückgezogen - wie das schon bisher so oft den Anschein hatte."****

"Wie nicht anders zu erwarten, scheint die ÖVP die Experten als Deckmäntelchen zu benutzen, um ihr wirkliches Ziel, nämlich das Anheben des Frauenpensionsalters durchzusetzen", bedauerte Prammer das Vorgehen der ÖVP. Und das, obwohl es nach Meinung der SPÖ-Frauen Handlungsbedarf gibt: 40 Prozent der Frauen über 60 haben derzeit keine eigene Pension. Sie sind auf die Pension ihres Gatten oder, nach dessen Tod, auf die Witwenpension angewiesen.

"Diese Ehe-Abhängigkeit bei den Frauenpensionen muss sich ändern, hin zu einer eigenständigen Alterssicherung. Die Basis dafür ist die Förderung und Sicherung der Frauenerwerbstätigkeit. Die Regierung geht aber in die andere Richtung: Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird nicht unterstützt", kritisierte Prammer. Der Tausch -Pensionskonto gegen Anhebundg des gesetzlichen Pensionsalters - ist für Prammer "kein Thema". (Schluss) up/hm

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