Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte in der ÖÄK zu Kärntner Kassenkonflikt: Es droht Austrocknung des Gesundheitssystems

Pruckner: Unterstützung für Kärntner Ärzte - Erhaltung des Niveaus und künftige Entwicklung stehen im Mittelpunkt

Wien (OTS) - Die Bundeskurie der niedergelassenen Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) bedauert die jüngst erfolgte Kündigung des Vertrages zwischen Kärntner Ärztekammer und Gebietskrankenkasse. Bundesobmann Dr. Jörg Pruckner, sieht im drohenden vertragsfreien Zustand in Kärnten ein "schlagendes Indiz für die Sackgasse, in der sich die Gesundheitspolitik zur Zeit befindet". Für Pruckner geht es in Kärnten und in ganz Österreich um die Erhaltung des Niveaus der Gesundheitsbetreuung. "Das Beispiel Kärnten zeigt, dass schon der jetzt gegebene Standard durch das äußerst restriktive Verhalten der Krankenkassen gefährdet ist. Darüber hinaus ist zu befürchten, dass bei weiterer Umsetzung der Sparvorgaben die medizinische Entwicklung an Österreich vorbei geht und der Wunsch der Bevölkerung nach mehr Zuwendung und nach neuen Leistungen ignoriert wird", sagte Pruckner Freitag in einer Aussendung.

In der Folge unterstrich der Chef der niedergelassenen Ärzte Österreichs, dass es bei den Anliegen der Kärntner Ärzteschaft primär um die zukünftige Stellung und Aufgabe des Gesundheitssystems gehe. Nur wenn man bereit sei, den Wert der medizinischen Leistung zu erhalten, werde es auch möglich sein, Qualitätsverluste zu verhindern. Pruckner: "So bedauerlich die Entwicklung in Kärnten auch ist, sie steht für die große Gefahr, die mit der zwanghaften Ausrichtung der Gesundheitspolitik an Sparzielen verbunden ist. Wir stehen am Beginn einer Austrocknung des österreichischen Gesundheitssystems und vor wesentlichen Verschlechterungen."

Alle niedergelassenen Ärzte Österreichs würden daher die Kärntner Ärzte vorbehaltlos unterstützen, betonte Pruckner abschließend.

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