Laska: Bildungshauptstadt Wien braucht gute Ausbildungsplätze

Wien (OTS) "Wien ist mehr denn je Bildungshauptstadt Österreichs. Unsere beiden Grundsätze sind: 1. Eine gute und umfassende Aus- und Weiterbildung möglichst jedem unabhängig vom Einkommen zu ermöglichen und 2. Den Grundsatz vom lebenslangen Lernen umzusetzen" so Vizebürgermeisterin Grete Laska. Insgesamt bietet Wien eine nicht zu übertreffende Vielfalt an Ausbildungsmöglichkeiten vom Kindergarten bis zur Volkshochschule, von der Pflichtschule bis zur Universität. Seitens der Stadt ist man um eine Erweiterung der Palette und um die Berücksichtigung von neuen Anforderungen bemüht. Während der Bund durch Studiengebühren den Zugang zur Bildung erschwert, investiert Wien laufend in Maßnahmen, die vom Kleinkinderbereich über die Qualifikation der ArbeitnehmerInnen bis hin zur Förderung von Forschungseinrichtungen reicht.****

Bildung ! Für alle ! Ein Leben lang !

"Sparen bei der Bildung bzw. Aus- u. Fortbildung ist Raub an der Zukunft unserer Kinder" zeigt sich Laska überzeugt. Bereits im Kindesalter muss - unabhängig welcher sozialer Herkunft - allen der gleiche Zugang zu Bildungseinrichtungen geschaffen werden. Lernen ist mehr als berufliche Aus- und Weiterbildung - es geht um gesellschaftspolitische Ansätze. "In diesem Sinn muss Bildung für alle offen sein. Denn wenn Bildungsbarrieren abgebaut sind, werden auch Ängste abgebaut, Offenheit gegenüber Fremden - und damit auch gegenüber konkreten Themen wie EU-Erweiterung - wird ermöglicht" so Laska. Chancengleichheit und -gerechtigkeit sowie Durchlässigkeit und der Abbau von Bildungsbarrieren müssen daher unser Ziel bleiben! "Fördern statt selektieren" ist oberstes Prinzip der Bildungspolitik der Stadt Wien.

Für Wien erfährt Bildung den Stellenwert, der ihr zusteht. Im Rahmen der Wiener Bildungsoffensive ("Bildungsmilliarde" und Schulneubau- bzw. -sanierungsprogramm) sind folgende Maßnahmen vorgesehen:

o Schulen Generalsanierungen: EUR 94,474.685 (ATS 1,3 Milliarden)
o Wiener Bildungsnetz: EUR 18,168.210 (ATS 250 Millionen)
o Fachhochschulförderung: EUR 15,988.025 (ATS 220 Millionen)
o Neubau der Berufsschule für Gärtner und Floristen: EUR 12,427.055 (ATS 171 Millionen)
o Hauptbücherei: EUR 32,702.775 (ATS 450 Millionen)
o University meets Public: EUR 327.030 (ATS 4,5 Millionen)

EUR 893,875.860 (ATS 12,3 Milliarden) für Schulneubau und -sanierungen

Nach der Durchführung des sehr erfolgreichen "Schulbauprogramms 2000" mit dem Neu- Zu und Umbau von 100 Pflichtschulen startete vor mehr als zwei Jahren ein Generalsanierungsprogramm: 33 Schulgebäude mit 44 Schulen werden baulich generalsaniert und neu eingerichtet. Damit werden sie dem Ausstattungsstandard und den Anforderungen eines modernen Schulgebäudes gerecht.

Da die Erhaltung der Pflichtschulen in die Kompetenz der Bezirke fällt, werden die jährlichen Sanierungskosten vorweg aus den Bezirkbudgets finanziert, 90 Prozent der tatsächlichen Aufwendungen werden den Bezirken jedoch zum jeweiligen Jahresende aus dem Zentralbudget refundiert. Bis auf 6 Projekte befinden sich sämtliche Vorhaben in Planung oder Bau bzw. wurden bereits fertiggestellt.

Wiener Bildungsnetz beispielgebend

Um allen Wiener Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, den Umgang mit Computern und modernen Kommunikationstechniken ohne Zugangsbarrieren zu erlernen, wurden alle 400 Pflichtschulen Wiens mit rund 10.000 Computern ausgestattet und durch ein hochleistungsfähiges Datennetz miteinander verbunden. Mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 18,168.210 (ATS 250 Millionen), alleine für die öffentlichen Pflichtschulen, zählt dieses Vorhaben zu den ehrgeizigsten und anerkanntesten Bildungsprojekten Europas.

Bildungspolitik ist in Österreich Sache des Bundes

"Organisation und Inhalte beruhen auf Bundesgesetzen, auch den Personaleinsatz regelt der Bund. Daher ist es notwendig, ausreichend Budgetmittel für diesen Bereich zur Verfügung zu stellen, um keine Rückschritte zu erleiden. Natürlich geht es auch um Ausstattung und Infrastruktur und natürlich auch um Lehrinhalte" so Laska.

Die Länder haben die Aufgabe der Schulerhalter im Pflichtschulbereich. Wien hat hier seinen Auftrag sehr ernst genommen und in Schulneubau und -renovierung investiert. "Leider hat der Bund bisher in diesem so wichtigen Bereich den Sparstift angesetzt" bedauert Laska. Die Ausgaben für Erziehung und Unterricht sind 2002 um 109 Mio.EUR (1,5 Mrd. ATS) geringer als 2001. Eine Einsparung von über 7.000 LehrerInnen bis zum Schuljahr 2004/05 für gesamt Österreich wird ebenso umgesetzt wie eine Kürzung der Gehälter der LandeslehrerInnen.

"Doch gerade jetzt gilt es, ausreichende Reformen im Mittel- und Oberstufenbereich zügig umzusetzen. In Bildung investieren heißt verantwortungsvoll für die Zukunft planen. Wien war und ist richtungsweisend und wird es auch in Zukunft bleiben. Wir gehen davon aus, dass der Bund keine Schönheitskorrekturen vornimmt, sondern an einer großen Reform im Interesse der Schülerinnen und Schüler interessiert ist" so Laska in Sachen Schulreform.

Stadt unterstützt lebenslanges Lernen

Die neue Hauptbibliothek auf dem Wiener Gürtel wird in einem repräsentativen Bau Platz finden, der als weithin sichtbares Symbol auf die Bedeutung des lebenslangen Lernens hinweist. In dieses innovative, im Strategieplan der Stadt Wien vorgesehene Bildungsprojekt investiert die Stadt Wien EUR 26,162.220 (ATS 360 Millionen) für den Bau und zusätzlich rund EUR 6,540.555 (ATS 90 Millionen) für modernste Einrichtungen. Zweigstellen der Städtischen Büchereien im 10. und 15. Bezirk werden renoviert und in ihren Beständen erneuert. Das Service der Büchereien im Internet wurde ausgebaut - der Katalog ist online benützbar, Bücher können via Internet reserviert werden.

Durch gezielte Unterstützungsmaßnahmen im Volksbildungsbereich (Volkshochschulen, konfessionelle Einrichtungen, sonstige Vereinigungen, Privatschulen und -konservatorien etc.) werden im Jahr 2002 mit den von der Stadt Wien geförderten Aktionen, Projekten und Angeboten statistisch gesehen fast 2 Millionen Menschen erreicht. Das Bildungsangebot der Wiener Volkshochschulen an rund 150 über das Stadtgebiet verteilten Kursorten umfasst grundsätzlich alle Wissensgebiete sowie die Erlernung handwerklicher und künstlerischer Fertigkeiten. Im Studienjahr 2000/2001 gab es rund 16.800 Kurse mit rund 160.000 HörerInnen, 7.100 Veranstaltungen mit rund 470.000 BesucherInnen und über 17.800 Veranstaltungen hausfremder Mieter in den Häusern der Begegnung bzw. Volksheimen mit rund 530.000 Teilnehmenden.

"University meets Public" ist ein Kooperationsprojekt zwischen Universität Wien und Verband Wiener Volksbildung. Damit wurde die traditionsreiche Verbindung zwischen Universität und Volksbildung wiederbelebt und verstärkt. Universitätslehrende halten Vorträge an Volkshochschulen und geben damit bildungsinteressierten WienerInnen die Möglichkeit, sich über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zu informieren. Das Leistungsspektrum der Universitäten wird mit diesem Projekt einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, und die Volkshochschulen positionieren sich (wie auch schon früher) als zentrale Orte der Wissensvermittlung. Darüber hinaus bietet das Projekt "University meets Public" der Stadt Wien auch als Universitätsstadt, in der innovative Forschungsansätze entwickelt wurden, die Möglichkeit, eine Basis der Akzeptanz für Wissenschaft und ihre Ergebnisse zu bilden. Diese Initiative bietet eine Chance, den BürgerInnen Freude und Neugier auf die Zukunft zu vermitteln.

Im baulichen Bereich ist die Sanierung der Urania ein großes bauliches Vorhaben, das voraussichtlich noch 2002 abgeschlossen sein wird.

Wien fördert Wissenschaft und Forschung

"Wissen und Forschung sind auch ein Teil unseres gesellschaftlichen Lebens und stehen für die kulturelle und wirtschaftliche Weiterentwicklung unserer Stadt" so Laska. Wien fordert u.a. den Wissenschafts- und Technologiepark "Techgate" in der Donaucity, das Biocenter Vienna, die Fachhochschule Technikum und Bioinformatik-Fachhochschule und betreibt in Kooperation mit der Wirtschaft eine Technolgieoffensive (CeMM Initiative der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, max-mobil Zentrale, Austron-Neutronenforschung, CEATS-europäische Luftüberwachung).

Der Bund hat die Ausgaben für Forschung und Wissenschaft zwischen 2001 und 2002 um 487 Mio.EUR (6,7 Mrd. ATS) verringert. Die gewerbliche Technologie- und Forschungsförderung gegenüber 1999 ist gar um mehr als ein Drittel gekürzt. Bildung-willigen wird der Zugang - etwa durch Studiengebühren von 363 EUR/5.000 ATS pro Semester -erschwert. "An der Bildung sparen heißt nicht an die Zukunft denken" so Bildungsstadträtin Laska abschließend "Schlussendlich nützt die gute Ausbildung des Einzelnen uns allen, sei es uns - nicht uneigennützig - als KonsumentInnen, sei es dem Wirtschaftsstandort Wien".

Allgemeine Informationen:

o Bildung: www.wien.at/index/in_bild.htm

(Schluss) eg

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