"profil": Heftige Medienschelte von Toni Innauer

Für ÖSV-Direktor Innauer bietet Sportberichterstattung "nur mehr verkürzte und teilweise verblödete Inhalte"

Wien (OTS) - In einem Interview in der Samstag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" übt Toni Innauer, ÖSV-Direktor für Skisprung und Nordische Kombination, heftige Kritik an der österreichischen Sportberichterstattung, die seiner Ansicht nach "nur mehr verkürzte und teilweise verblödete Inhalte bietet".

Nach Meinung des ÖSV-Sportdirektors existiere in Österreich kaum ein Forum für gute Sportberichterstattung, ein solches sei allenfalls noch in der "Neuen Zürcher Zeitung" zu finden. Innauer: "In Österreich wird alles nur mehr skimusikantenstadelgerecht verkauft, sehr oberflächlich und nur scheinbar spannend aufbereitet."

Hierzulande regiere der "Sportboulevard", der aber den Geschmack eines großen teils der Bevölkerung treffe, so der ÖSV-Sportdirektor im "profil"-Interview. Das Publikum wolle "Lichtgestalten und Verlierer, die ins Bodenlose fallen, aber keine seriösen Hintergründe dazwischen", so Innauer.

Er erlebe das nach dem Ausbleiben von Erfolgen des österreichischen Skiprung-Teams auch am eigenen Leib. Es sei interessant gewesen, "jetzt zu beobachten, wie leicht das eigene hypertrophe Erfolgsimage demontiert werden kann". Er habe "Respekt vor denen, die ein zynisches Doppelleben in den Medien führen", für ihn sei dies jedoch sehr anstrengend gewesen. Innauer im "profil"-Interview: "Das medial multiplizierte Bild meiner Person wurde auf ein vertretbares Maß zurückgestutzt."

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