Oberösterreichische Nachrichten, Donnerstag-Ausgabe: VP warnt FP vor EU-feindlichem Wahlkampf

WIEN. Für die VP hängt die Fortsetzung der schwarz-blauen Koalition in der nächsten Legislaturperiode nicht nur vom Wahlergebnis ab, sondern auch von den Wahlkampfthemen der Freiheitlichen.

VP-Generalsekretärin Maria Rauch-Kallat stellt der FP im OÖN-Interview die Rute ins Fenster. Sollten diese der Verlockung nachgeben und im Wahlkampf etwa über Temelin, Benes-Dekrete, den Arbeitsmarkt oder die Transitfrage Stimmung gegen die Erweiterung machen, sei eine Neuauflage von Schwarz-Blau ausgeschlossen. nFür uns kann nur jemand, der Europa als Chance begreift Y und das ist unabdingbar mit der Erweiterung verbunden 3, ein Partner für eine Regierungszusammenarbeit sein.H Sie gehe davon aus, dass die FP 9das auch in ihrem Wahlkampf nicht in Frage stellt. Aber das wird die Zukunft weiseni.
Geht es nach Rauch-Kallat, dann wird erst im Herbst 2003 gewählt. Einen Frühjahrstermin lehnt sie ab. Denn: 1Es gibt noch eine Menge zu tun.@
Dass es R unabhängig vom Wahltermin p wieder zu einer Koalition mit der SP kommen könnte, kann sich die Parteimanagerin aus heutiger Sicht fnur sehr schwer vorstellen>. Die SP ist für sie unter Alfred Gusenbauer zu einer rChaostruppef geworden. Die SP fahre etwa bei ihren Positionen zum Nulldefizit oder den Abfangjägern einen dZickzackkurs0. Wenn die Sozialdemokraten ein möglicher Partner für die VP sein wollten, müssten sie in den verbleibenden eineinhalb Jahren wieder Verantwortung in ihrem politischen Handeln zeigen.
Als mögliche VP-Wahlkampfschwerpunkte sieht Rauch-Kallat EZukunftsvisionenn etwa zur Sicherung der Arbeitsplätze und zur Gesundheitsvorsorge.

Rückfragen & Kontakt:

Oberösterreichische Nachrichten@Ô

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PON/PON