Zensur der Katholischen Kirche für die Vorführung von "Metropolis" am Wiener Stephansplatz

Wien (OTS) - Am 27. März 2002 wurde vom Magistrat der Gemeinde
Wien am Stephansplatz eine Begehung für die Vorführung des von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichneten Films "Metropolis" im Rahmen des Volksbegehrens "Sozialstaat Österreich" angesetzt.

Die Unterstützung einer Zusage erhielt das Volksbegehren Sozialstaat Österreich am 26. März 2002 vom Bezirksvorsteher des 1. Bezirks Grundwald persönlich.

Am 27. März erklärte die Bezirksrätin der ÖVP bei der Begehung, dass Sie im Namen des Dompfarrers des Stephansdoms, der Katholischen Kirche, wie im Auftrag des VP-Bezirksvorstehers die Vorführung von "Metropolis" nicht gestatten könne.

Im übrigen sei der Stephansplatz nur mehr für Aktionen "Rettet den Stephansdom" reserviert. Künftig dürften am Stephansplatz keine wie immer gearteten Veranstaltungen stattfinden. Eine telefonische Rückfrage bei einem Zuständigen der katholischen Kirche bestätigte die Aussage der Bezirksrätin.

Das Befremden des Vertreters des Volksbegehrens "Sozialstaat Österreich", dass eine politische Mandatarin die Interessen der Katholischen Kirche verträte, wurde negiert. Man darf davon ausgehen, dass der Stephansplatz künftig der österreichischen Öffentlichkeit nicht mehr zur Verfügung steht, ebenso dass Vertreter der ÖVP auch öffentlich die Interessen der unpolitischen Katholischen Kirchen vertreten.

Der Organisator der Veranstaltung "Metropolis" für das Volksbegehren "Sozialstaat Österreich" Kuno Knöbl legt in seinem Namen wie auch im Namen des Vereins zur Förderung des Sozialstaates Österreichs sowohl im Generalsekretariat der ÖVP wie im erzbischöflichen Sekretariat von Kardinal Schönborn schärfsten Protest gegen diese Zensur und Einschränkung gegen die bürgerlichen Rechte ein.

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