Sima-Kritik an Zweifel der Industrie am Kyoto-Abkommen

US-Klimaplan ist keine Alternative zu Kyoto

Wien (SK) Kritik übte SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima an den heute von der österreichischen Industrie geäußerten Zweifel am Kyoto-Protokoll. "Der Klimawandel ist längst Realität, eine Abkehr vom Kyoto-Protokoll absolut unverantwortlich", so Sima. "Das amerikanische Modell ist keinesfalls eine Alternative zum internationalen Klimaschutzabkommen von Kyoto, das Österreich übrigens letzte Woche ratifiziert hat", stellt Sima klar. Im Gegenteil, mit Freiwilligkeit, wie sie die Administration Bush vorschlägt, könnten die notwenigen Reduktionen niemals erreicht werden. "Angesichts des dramatischen weltweiten CO2-Anstiegs und dessen bereits spürbare Auswirkungen müssen endlich konkrete Maßnahmen gesetzt werden", fordert Sima. "Dies gilt natürlich auch für Österreich, das ohnehin schon zum Nachzügler in Sachen Klimaschutz geworden ist", so Sima. ****

Die Treibhausgas-Emissionen seien seit 1990 um drei Prozent gestiegen, im Verkehrsbereich sogar um 35 Prozent. Es müssten nun endlich die überfälligen Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden. "Auf eine Vorlage einer beschlossenen Klimastrategie warten wir seit fast zwei Jahren, die Finanzierung ist alles andere als gesichert", so Sima. Der notwendige zusätzliche Finanzierungsbedarf zur Umsetzung der Klimaschutzmaßnahmen betrage rund 90 Mio. Euro. "Von der Industrie erwarte ich mir konkrete Unterstützung des ratifizierten Kyoto-Protokolls und keine Lobeshymnen auf den amerikanischen Weg, der in Sachen Klimaschutz mit Sicherheit ein Holzweg ist", so Sima abschließend. (Schluss) se/mm

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