Kogler: Streissler bestätigt Grüne Argumentation zu Gegengeschäften

Gegengeschäfte finden kaum statt und sind nicht überprüfbar

Wien (OTS) In seiner Argumentation bezüglich der Gegengeschäfte beim Abfangjägerkauf bestätigt, sieht sich der Wirtschaftssprecher der Grünen, Werner Kogler von Wirtschaftsprofessor Streissler. Dieser hatte in einem Interview mit 'trend' gesagt: "Die Behauptung, dass Kompensationsgeschäfte für die Wirtschaft günstig sind, ist bestenfalls ein Irrglaube, schlechtestenfalls ein glatte Lüge".

Die meisten Gegengeschäfte gehen nie über den Ankündigungscharakter hinaus, weil sie in der Realität kaum stattfinden. Und bei den wenigen Gegengeschäfte, die tatsächlich stattfänden, sei kaum überprüfbar, ob diese Geschäfte nicht auch ohne das Rüstungsgeschäft stattgefunden hätten, so Kogler.

Schließlich würden hohe Gegengeschäftsforderungen zu höheren Kaufpreisen führen. Die Rüstungsfirmen müssten nämlich sehr viel Geld ausgeben, um die Kompensationsgeschäfte anzubahnen. "Im kleinen österreichischen Markt Gegengeschäfte im Werte von 50 Milliarden Schilling zustande zu bringen, ist enorm schwierig und daher zeit-und arbeitsaufwendig", so Kogler. Schließlich würden die Gegengeschäfte ja nicht von der Rüstungsfirma allein getätigt, sondern müßten von den verschiedensten Firmen des Herstellerlandes gemacht werden. Und diese müßten dazu erst motiviert werden.

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