Härtere Zeiten für den "Osterhasen"

EU-Schutzprogramm kommt Feldhasen zugute

Wien, (OTS) Der Feldhase fühlt nicht mehr ganz so wohl in den heimischen Gefilden. Der Grund: Feldhasen finden immer weniger "Leckerbissen" - Löwenzahn, Disteln und Wildkräuter sind auf den heimischen Feldern rar geworden. Der Einsatz von Pflanzenschutzmittel fordert mittlerweile auch in der Tierwelt hohen Tribut. Die Zusammenhänge zwischen Pestizide-Einsatz und Rückgang der Hasenpopulation sind leicht erklärbar: Durch die unausgewogene, fettärmere Ernährung produziert die Häsin viel weniger Milch und kann daher nur weniger "Hasenkinder" aufziehen.

Im internationalen Vergleich ist Österreich noch immer eine Insel der "Seligen": In einigen heimischen Waldgebieten haben wir noch eine Dichte von 100 Hasen pro Quadratkilometer, in einigen Teilen Westdeutschlands findet man auf der selben Fläche nur mehr 5 Hasen. Eine Entwicklung, die laut Univ. Prof. Arnold vom Forschungsinstitut für Wildtierkunde und Ökologie der Veterinärmedizinischen Universität, äußerst bedenklich ist. "Trifft man in diesen Gebieten nicht rasch geeignete Maßnahmen, so muss man sich an Ostern ohne echte Osterhasen gewöhnen", so Arnold.

Ein wahrer "Haupttreffer" für Meister Lampe ist das "EU-Brachflächenprogramm" und der immer stärker werdende Trend zur biologischen Landwirtschaft. Nur so können sich für Hasen wertvolle Pflanzen wieder siedeln, zudem bieten Brachflächen den Tieren natürlichen Schutz vor Feinden. (Schluss) vit

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