Freie Dienstnehmer: Es gibt klare Kompetenzen

Abschaffung der Sonderregelung im ASVG würde zweifelsohne Verwaltungsvereinfachung darstellen, hat aber keine unmittelbare Auswirkung auf die steuerliche Behandlung

Wien (OTS) - Aufgrund mehrerer Anfragen stellt das
Bundesministerium für Finanzen klar, dass für eine Rechtsbereinigung im ASVG ausschließlich das Bundesministerium für soziale Sicherheit und Generationen zuständig ist. Aus der Sicht der gemeinsamen Prüfung von lohnabhängigen Abgaben wäre eine Vereinfachung nicht nur für die Verwaltung, sondern auch für die Wirtschaft sinnvoll und wünschenswert.

Derzeit ist es so, dass die sogenannten "freien Dienstnehmer" sozialversicherungsrechtlich wie Nichtselbständige behandelt werden, steuerrechtlich aber Selbständige sind. Das heißt, für sie ist keine Lohnsteuer einzubehalten, sondern sie sind Unternehmer, die einkommen- und umsatzsteuerpflichtig sind. Die begünstigte Besteuerung des 13. und 14. Monatsgehaltes kommt daher nicht zur Anwendung. Dennoch sind vom Auftraggeber Sozialversicherungsbeiträge zu berechnen und einzubehalten.

Diese Divergenz von Steuerecht und Sozialversicherungsrecht hat einen erhöhten Informations- und Administrationsaufwand zur Folge.

Derzeit gibt es ca 22.000 freie Dienstnehmer, für die die Sonderregelung im ASVG zur Anwendung kommt. Die Abschaffung der Sonderregelung fällt in die Zuständigkeit des Sozialministeriums und hat auf die steuerliche Behandlung keinen Einfluss.

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