Kärnten startet Studie zu Asthma und Allergien im Kindesalter

LHStv. Ambrozy will Entwicklung von Häufigkeit und Schwergrad von Haut- und Atemwegserkrankungen im Kindesalter untersuchen

Klagenfurt (LPD) - Kaum ziehen die ersten Frühlingsboten ins Land, beginnt vielen Menschen auch schon die Nase zu tropfen. Für Allergiker ist die angeblich schönste Jahreszeit die oft qualvollste.

Klagenfurt (LPD) - Kaum ziehen die ersten Frühlingsboten ins Land, beginnt vielen Menschen auch schon die Nase zu tropfen. Für Allergiker ist die angeblich schönste Jahreszeit die oft qualvollste. Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis: Bei diesen drei häufigen Erscheinungsformen von allergischen Leiden sind Kärntens "Sprösslinge" im Vergleich zu Kindern aus anderen Regionen nur moderat betroffen. Das ging aus dem im Jahr 1995 durchgeführten ersten Teil eines weltweiten Studienprogramms hervor. Im Rahmen dieses ISAAC-Projekts (International Study on Asthma and Allergies in Children) wurden die Eltern von rund 700.000 Kindern in 56 Staaten befragt.

Kärntens Gesundheitsreferent, LHStv. Peter Ambrozy, hat jetzt den Startschuss für den zweiten Teil dieser Studie gegeben: "Ziel dieser Untersuchung ist es, festzustellen, wie sich in unserem Bundesland die Häufigkeit und der Schweregrad von Haut- und Atemwegserkrankungen im Kindesalter entwickeln. Darüber hinaus soll ermittelt werden, ob es in den betroffenen Familien weitere derartige Krankheitsfälle gibt."

Befragt werden laut Ambrozy die Eltern aller Kinder, die in den Bezirken Spittal a. d. Drau, St. Veit a. d. Glan und Wolfsberg die Vorschule beziehungsweise die erste oder zweite Klasse einer Volksschule besuchen. Ab dem 2. April 2002 werden diesen Schülern standardisierte Fragebögen für die Eltern mit nach Hause gegeben. Der Gesundheitsreferent hofft auf breite Mitwirkung und versichert, dass alle Angaben ausschließlich wissenschaftlichen Zwecken dienen und streng vertraulich behandelt werden.

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems gegenüber bestimmten körperfremden Substanzen der Umwelt. "Überschießend" heißt die Reaktion, weil das körpereigene Immunsystem auf Fremdstoffe (z. B. Pollen) anspricht, die anders als Krankheitskeime eigentlich keine Gefahr für die Gesundheit darstellen. Prinzipiell kann jeder Stoff in unserer Umwelt zum Auslöser einer Allergie werden - vom Apfel bis zur Zwiebel, vom Angorafell bis zur Zahnpasta. Für 20.000 Substanzen ist nach vorsichtigen Schätzungen eine allergieauslösende Wirkung bekannt. (Schluss)

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