Rieder weist Mitterlehner Vorschläge zu Kassen zurück

Wien zahlt 145 Mio. Euro für Gastpatienten

Wien, (OTS) "Der Vorschlag von WK-Vizegeneralsekretär Mitterlehner übersieht, dass in den Spitälern der Stadt Wien schon heute überdurchschnittlich viele Patienten aus anderen Bundesländern, nämlich fast 20 Prozent, behandelt werden", kommentierte Wiens Finanz- und Wirtschaftstadtrat Dr. Sepp Rieder den Vorschlag Mitterlehners, Versicherte der Wiener Gebietskrankenkasse mit einem "landesspezifischen Zusatzbeitrag" zu belasten. "Die Gastpatienten, die ja auch überdurchschnittlich teure Spitzenleistungen in Anspruch nehmen, kosten den Wiener Steuerzahler jährlich netto 145 Millionen Euro. Das hohe Niveau der Wiener Gesundheitseinrichtungen hänge qualitativ sowohl mit der überregionalen medizinischen Bedeutung Wiens in Österreich und international, als quantitativ auch mit der hohen Zahl an Einpendlern, täglich bis zu 200.000, zusammen, die ja natürlich die Wiener Einrichtungen benutzen."

Im Jahr 2001 verbrachten Wiener Patienten 2,2 Mio. Pflegetage in städtischen Spitälern (inkl. AKH). Niederösterreichische Patienten 405.103 Tage, burgenländische Patienten 59.179 Tage und Patienten aus anderen Bundesländern 42.417 Tage. Ein vollkommen ungekehrtes Bild ergibt sich bei den Abrechnungspunkten pro Patient, zusammenhängend mit der Intensität und damit dem Kostenaufwand der Behandlung. So kommt ein Wiener Patient durchschnittlich auf 45.955 Punkte, ein Patient aus Niederösterreich auf 58.274 Punkte, ein Burgenländer auf 63.071 Punkte und ein Patient aus einem anderen Bundesland auf 91.112 Punkte. (Schluss) nk

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Norbert Kettner
Tel.: 4000/81 845
e-mail: norbert.kettner@gfw.magwien.gv.atPID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK