Milchpreis: Bauernbund fordert mit Nachdruck Molkereien-Kooperation

Grillitsch: Handel und Eigentümervertreter verstärkt in die Pflicht genommen

Wien, 27. März 2002 (AIZ). - Österreichs Milchbauern seien zunehmend die Verlierer im Preiskampf an der Milchfront. Der Milchpreis befinde sich wieder im Keller, die Stimmung unter den Landwirten sei überhitzt, berichtet Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch. "Die einzige realistische Chance zum Überleben liegt in der verstärkten Zusammenarbeit der Molkereien. Daraus ergeben sich Synergien, die für alle Beteiligten vorteilhaft sind. Nur durch Kooperation der Molkereien kann dem zunehmend schärfer werdenden Wettbewerb einigermaßen Paroli geboten werden", stellt Grillitsch fest. Einziger Gewinner in der jetzigen Situation seien die Handelsketten.

"Ich führe am laufenden Band Gespräche mit allen Marktpartnern, denn hochwertige Lebensmittel als Lockmittel zu verwenden, ist nichts anderes als reale Wertvernichtung auf dem Rücken der Bauern", appelliert Grillitsch an die Verantwortlichen der Handelsketten.

Nur durch eine verstärkte Kooperation sei es möglich, höhere Preise für die Bauern zu erzielen. Dazu sei ein Zusammenrücken der Molkereien dringend notwendig und gefordert. "Ich werde daher auch weiterhin besonders die Eigentümervertreter massiv in die Pflicht nehmen", gibt sich Grillitsch kämpferisch. Jede Lösung, die den österreichischen Milchmarkt wieder einigermaßen normalisiere, sei willkommen. Deshalb seien nicht nur Fusionen, sondern auch sinnvolle Beteiligungsmodelle vorstellbar. Auch der Aufbau einer "Österreich-Marke" gegen die Eigenmarken der großen Handelsketten sei möglich, so der Bauernbundpräsident.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ/AIZ