Radio Österreich International startet Projekt "Insight Central Europe"

Eine Kooperation mit vier zentraleuropäischen Radiostationen

Wien (OTS) - Am Samstag, den 6. April startet Radio Österreich International, das Auslandsradio des ORF, in Kooperation mit vier Radiostationen aus Zentraleuropa das Programm "Insight Central Europe" (ICE). Damit soll europaweit auf die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen aufmerksam gemacht werden, die Teil des Annäherungsprozesses an EU-Europa sind. Das detaillierte Sendeschema ist abrufbar unter http://roi.orf.at.****

Die Erweiterung der Europäischen Union um die große Gruppe osteuropäischer Staaten wird zwar erst Mitte dieses Jahrzehnts vollzogen, dennoch hat der Prozess der Erweiterung längst begonnen. Dieser Entwicklung trägt ROI gemeinsam mit vier Partnerstationen aus zentraleuropäischen Ländern Rechnung. Gemeinsam mit Radio Bratislava, Radio Budapest, Radio Prag und Radio Warschau produziert die englische Redaktion von ROI ein wöchentliches Programm - jeweils Samstag und Sonntag on air - mit dem Titel "Insight Central Europe". Die fünf Partnerstationen bilden eine Plattform für einen grenzüberschreitenden und kontinuierlichen Dialog, der auf die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Veränderungen in den Beitrittskandidatenländern aufmerksam macht.

ORF-Hörfunkdirektor Kurt Rammerstorfer zu diesem Projekt: "Die Kooperation zwischen Radio Österreich International und den vier zentraleuropäischen Rundfunkanstalten stellt einmal mehr unter Beweis, dass sich der ORF seiner Mittlerfunktion im Herzen Europas bewusst ist. In der wichtigen Phase der Annäherung osteuropäischer Staaten an die EU ist ein Forum des Dialogs von europäischer Reichweite das beste Instrument zur Meinungsbildung und Information. Das Projekt 'Insight Central Europe' wird - davon bin ich überzeugt -gegenseitiges Verstehen fördern, Vertrauen bilden und die europäische Perspektive vertiefen."

"Es geht den Sendungsmachern darum, auf die unmittelbaren Veränderungen für die Menschen in den Kandidatenländern aufmerksam zu machen. Die Erweiterung aus der Sicht der Bevölkerung, aus der Sicht der politischen Akteure und jener der Wirtschaft der vier osteuropäischen Hauptstädte wird ebenso Gegenstand unserer wöchentlichen Informationssendung sein, wie Brüsseler Perspektiven.", erklärt ROI-Chefredakteur Michael Kerbler die Zielsetzung des neuen Programms. Reportagen, Diskussionen und Hintergrundbeiträge sollen wöchentlich aus den unterschiedlichen Perspektiven aktuelle Themen beleuchten. "Inhaltlich orientieren wir uns an einer Tageszeitung und wollen die Ressorts Politik, Chronik, Kultur und Sport berücksichtigen."

Die Partnerstationen strahlen die Sendung über ihre "Vertriebswege" aus : etwa über Kurzwelle, Satellit und das Internet. Damit ist auch die größtmögliche Hörergruppe definiert : die Bürgerinnen und Bürger Europas. "Ziel der Kooperation muss es sein, nicht nur die Bürger aus den Kandidatenländern, sondern auch das Publikum in den Staaten, die bereits der Europäischen Union angehören, regelmäßig über Vorteile und Probleme der Integration zu informieren", so Kerbler.

Delegierte aus den vier zentraleuropäischen Ländern hatten anlässlich einer Kurzwellenradio-Konferenz im Oktober im Wiener Funkhaus den Grundsatzbeschluss zur Produktion der Gemeinschaftssendung mit ROI gefasst. Schon damals formulierten die Teilnehmer programmatisch: "Das Programm versteht sich als gemeinsamer Beitrag zur Vertiefung des Demokratisierungsprozesses, als verstärkender Impuls zur Vertrauensbildung und Stärkung der europäischen Identität."

Die Kooperationspartner zu "Insight Central Europe"

Ladislav Kubis, Chefredakteur Radio Bratislava: "Hauptziel unserer Zusammenarbeit mit den vier Partnern ist ganz einfach die Überlegung, dass wir zu fünft eine viel größere Zahl an Hörern erreichen und in dieser Kooperation unsere Anliegen den Menschen in der EU verständlich machen können." David Vaughan, Chefredakteur der englischen Redaktion von Radio Prag, zu ICE: "Für Prag ist das Projekt ganz einfach ein aufregendes Experiment, weil jede Station ihr spezielles Können und Wissen in ein kosmopolitisches Magazin einbringen kann." Eugeniusz Smolar, Vizedirektor von Radio Warschau, über das Projekt: "ICE heißt für uns, ein attraktives Programm über die Realität in unseren Ländern zu produzieren und damit vielleicht auch so manchen Nachbarn die eine oder andere Angst vor unserem EU-Beitritt zu nehmen. Und ganz nebenbei: Es macht einfach Spaß, mit befreundeten Profis zusammenzuarbeiten." Und Istvan Kollar, Chefredakteur der englischen Redaktion von Radio Budapest, zum ungarischen Zugang: "Unsere Station ist stolz auf eine lange Tradition im internationalen Rundfunk, die sich seit 1934 bemüht, ungarische Anliegen in allen Sprachen unserer Nachbarn verständlich zu machen. Mit ICE befinden wir uns in dieser Tradition beim Eintritt unseres Landes in die neue europäische Realität."

Das ambitionierte Projekt des ORF-Auslandsradios ROI hat bereits zahlreiche Unterstützer gefunden : österreichische Unternehmen, wie etwa der Verbund, die OMV, die Österreichische Kontrollbank und Siemens Österreich firmieren als Sponsoren, das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten und auch das IDM unterstützen das Vorhaben.(ih)

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