Nicht nur der Osterhase bringt immer öfter Bio-Eier

Wien (OTS) - Die Bio-Legehennen des ERNTE-Verbandes waren
fleißiger denn je: Im Jahr 2001 legten sie erstmals mehr als 62 Millionen Bio-Eier. Damit stieg der Absatz an Bio-Eiern im Vergleich zum Jahr davor um 20 %. Die Eier aus biologischer Landwirtschaft erreichen im österreichischen Lebensmitteleinzelhandel somit einen Marktanteil von stolzen 6,5 %.

Die 1400 Bio-Legehennenhalter des ERNTE-Verbandes erzeugen rund 90 % aller österreichischen Bio-Eier und beliefern dabei vor allem die betreffenden Eigenmarken der Supermärkte wie "Ja! Natürlich" (Billa, Merkur), "Natur*pur" (Spar) und "Bio+" (ADEG, Nah&Frisch, Maxi Markt, Pfeifer).

Der größte Teil der Bio-Legehennenhalter bietet seine streng kontrollierten Eier direkt ab Hof oder auf Bauernmärkten an, verkauft sie regional oder hält seine Hennen zur Selbstversorgung. Dieses Marktsegment hat einen Anteil von fast einem Drittel an der Gesamtproduktion, wobei hier der Marktanteil der Bio-Eier sogar bei rund 12 % liegt. Die Bio-Bauern erhalten für ihre Qualitätsprodukte im Schnitt rund 15 Cent exkl. Ust. mehr als für Käfig-Eier, deren Preis bei 5 Cent zzgl. Ust./Stk liegt.

Wichtigster Partner für die heimischen Bio-Legehennenhalter ist ein Pionier der ersten Stunde: Toni Hubmann (Firma Tonis Freilandeier). Er war maßgeblich am Marktaufbau sowie der Einführung eigener Qualitätssicherungsprogramme für die Bio-Eierproduktion beteiligt und ist außerdem führend im Export österreichischer Bio-Eier.

Österreichische Bio-Eier auch im Ausland gefragt
Große Chancen für den Absatz österreichischer Bio-Eier gibt es vor allem in der Schweiz, in Italien und Deutschland. "Sowohl der Export von Bio-Frischeiern als auch ,pasteurisierter Frischeier‘ oder von Bio-Eipulver für die Nahrungsmittelindustrie steigt kontinuierlich. Derzeit werden bereits zehn Prozent der heimischen Bio-Eier exportiert. Und die Tendenz ist steigend," berichtet Herbert Allerstorfer, Marketingchef des ERNTE-Verbandes zuversichtlich.

Bio-Bauern halten kleinere Geflügel-Herden
Im Durchschnitt leben 1000 Hühner auf dem Hof eines Bio-Legehennenhalters. Der größte österreichische Bio-Geflügelhalter etwa hält 5000 Hühner. Zum Vergleich: die durchschnittliche Legehennenzahl in konventionellen Betrieben liegt bei über etwa 8000 Hennen pro Betrieb und ist somit acht Mal höher. Konventionelle Betriebe mit mehr als 200.000 Hühnern sind dabei keine Seltenheit. Im Unterschied zur konventionellen Freilandhaltung (garantiert sind nur 10 qm Auslauf pro Tier) gelten bei Bio-Hennenhaltung eine Vielzahl weiterer und strengerer Tierhaltungsrichtlinien. Und dies gilt nicht nur für den Auslauf, sondern auch für den gesamten Stall. Dass die Fütterung ausschließlich mit inländischen Bio-Futtermitteln erfolgt und auf Gentechnik verzichtet wird, ist dabei selbstverständlich.

EU-Verordnung zur Eierkennzeichnung setzt Käfig-Eiern zu
Mit der Umsetzung der EU-Verordnung "1907/90 über bestimmte Vermarktungsnormen von Eiern" im Jahre 2004 muss die Art der Produktion am Ei sowie an der Verpackung deklariert werden. Noch immer stammen mehr als zwei Drittel aller österreichischen Eier aus Käfig-Haltung. "Wenn auf Eiern und Verpackungsmaterial unmissverständlich und in großer Schrift auf Herkunft aus Käfighaltung hingewiesen werden muss, wird der Marktanteil der Bio-Eier um ein Viertel steigen. Vielen Konsumenten wird damit erst bewusst werden, dass sie bisher Käfig-Eier gekauft haben. Und keiner will im Supermarkt mit Eiern aus Käfighaltung an der Kasse gesehen werden," vermutet Hubmann.

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