Öffentlicher Verkehr: Qualität auch "reguliert" möglich

Wiener Linien an europäischer Spitze

Wien, (OTS) "Wien ist ein Beispiel dafür, dass öffentlicher Verkehr zwar reguliert sein kann, aber trotzdem Spitzenwerte bei Akzeptanz, Qualität und Kundenzufriedenheit erreichen kann", betonte Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder am Dienstag. Rieder bezog sich dabei auf den Monatsbericht April des WIFO, der die Zufriedenheit der Benützer des Öffentlichen Personennahverkehrs in regulierten und deregulierten Märkten zum Inhalt hat.

Rieder: "Es steht außer Zweifel, dass erstarrte Strukturen immer Kundenfrust auslösen. Gerade deshalb setzen die Wiener Linien seit Jahren auf eine stetige Ausweitung der Qualität des Angebotes, vom Ausbau des U-Bahn-Netzes bis hin zu klassischen Komfortsteigerungen, etwa durch den Einsatz von Niederflurbussen und -straßenbahnen. Dadurch konnten die Wiener Linien entgegen dem europäischen Trend in den letzten 10 Jahren ein Plus an Fahrgästen von 20 Prozent erreichen. Der Modalsplit in Wien liegt bei 33 Prozent, das heißt, dass 33 Prozent aller Wege in Wien mit den Öffis zurückgelegt werden - ein in Europa unerreichter Wert."

Unterstrichen werden diese Daten durch eine Untersuchung der Europäischen Kommission, die die Entwicklung des ÖPNV in regulierten und deregulierten Märkten beleuchtete. Wien erzielte dabei nach Kopenhagen (dereguliert) und Köln (reguliert) zwischen 1991 und 1997 die dritthöchste Zuwachsrate bei den Fahrgästen. Überhaupt an der Spitze lag Wien bei der Zunahme investitionsintensiver Bahnangebote (U-Bahn) mit 3,7 Prozent.

Eindeutig positiv schneidet Wien auch bei der "Benutzungsintensität" im europäischen Vergleich ab: So steigt ein Bewohner Barcelonas (regulierter Markt) 170 Mal pro Jahr in ein öffentliches Verkehrsmittel, ein Kopenhagener (dereguliert) 200 Mal, ein Stockholmer (dereguliert) 343 Mal. Der durchschnittliche Wiener steigt hingegen 600 Mal pro Jahr in ein öffentliches Verkehrsmittel. (Schluss) nk

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