Sima zu Antibiotika-Verbot in Futtermitteln: Überfällige Maßnahme

Kritik an Minister Molterer: "Antibiotika haben in Futtertrögen nichts verloren!"

Wien (SK) Als eine "überfällige Maßnahme" bezeichnet SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima das von der EU-Kommission vorgeschlagene Verbot der letzten vier noch zugelassenen Antibiotika als Wachstumsförderer in Futtermitteln: "Obwohl schon lange bekannt ist, dass der Konsum von Antibiotika in Lebensmitteln beim Menschen zu gefährlichen Resistenzen führen kann, lässt das vollständige Verbot für Leistungsförderer bisher auf sich warten", so Sima. Durch den massiven Antibiotika-Einsatz in der Tierzucht können laut Molekularbiologin Sima hyperresistente Keime entstehen, die in der Folge mit gängigen Antibiotika nicht mehr bekämpft werden können. Bei einer Infektion würden die eingesetzten Antibiotika schließlich nicht mehr wirken. "Es ist doch mehr als pervers, dass gesunde Tiere - ohne medizinische Notwendigkeit - mit Antibiotika vollgepumpt werden, nur um den Profit zu maximieren und damit wissentlich Menschenleben zu gefährden", so Sima am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Antibiotika als Leistungsförderer hätten in Futtertrögen nichts verloren. Die SPÖ fordert schon seit langem ein generelles Verbot von Leistungsförderern in der Tierzucht. "Auf Initiativen von Landwirtschaftsminister Molterer warten wir seit Jahren vergebens, er wartet lieber auf Vorgaben aus Brüssel", kritisiert Sima. Sie fordert Minister Molterer auf, zumindest nun auf EU-Ebene alles zu unternehmen, damit der Kommissionsvorschlag im Ministerrat so rasch als möglich angenommen und umgesetzt wird. Die Zeitperspektive 2006, auf die der Kommissionsvorschlag abzielt, sei zwar nicht erfreulich, dennoch zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. (Schluss) se/mm

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