AK-Untersuchung: Müsli besteht "Fitness"-Test Kraftflocken erfüllen Anforderungen des Lebensmittelgesetzes

Klagenfurt (OTS) - Müsli steht für gesundes Essen. Ob die Getreideflocken, Trockenfrüchte und Nüsse die Anforderungen des Lebensmittelgesetzes erfüllen, ließ die Arbeiterkammer Kärnten überprüfen. Das erfreuliche Ergebnis: mit nur einer Ausnahme bestanden alle Müsli-Produkte den "Fitness"-Test.

33 Müsli-Proben verschiedenster Hersteller und Händler wurden im Februar 2002 im Auftrag der Konsumentenberatung der Arbeiterkammer Kärnten von der Lebensmittel-Untersuchungsanstalt in Klagenfurt geprüft. 26 Produkte waren anstandslos in Ordnung. Sechs erfüllten die Kennzeichnungsvorschriften nicht. Als verdorben wurde nur eine Probe beurteilt: sie war ranzig.

Alle Waren wurden auf Hygiene, Schimmelpilze, Hefe, Salmonellen sowie Fremdkörper und Schädlinge untersucht. Die Lebensmittel-Chemiker achteten aber auch auf gentechnisch verändertes Soja und auf Schwefeldioxid als Konservierungsmittel bei Trockenfrüchten. Soja war durchwegs nicht genmanipuliert. Fremdkörper oder andere Schädlinge konnten in keinem Fall festgestellt werden.

Weniger gut war das Ergebnis der Nährwert-Kennzeichnung. Fünf der 33 Proben entsprachen nicht der entsprechenden Verordnung. In den meisten Fällen ging es um die Angabe "ohne Zuckerzusatz".

Diese Angabe bezieht sich darauf, dass nicht zusätzlich Saccharose zugefügt wurde, sondern nur die in den Zutaten enthaltenen Zuckerarten im Müsli stecken. Korrekterweise hätte aber der Gesamtzuckergehalt angegeben werden müssen.

Weitere Kritikpunkte: bei einer Probe wurde die Kennzeichnung des Vitamingehaltes sowie der Hinweis auf die empfohlene Tagesdosis dieser Vitamine unterlassen. Auf einer Müsli-Packung wurde auf "natürliche Mineralstoffe aus Getreide und Früchten, ergänzt durch Kalium, Calcium, Magnesium und Phosphor sowie wichtige Vitamine in natürlicher und zugesetzter Form" hingewiesen. In diesem Fall fehlte die Kennzeichnung des Mineralstoff- und Vitamingehaltes sowie der im Müsli enthaltene Prozentsatz der empfohlenen Tagesdosis.

Zwei Proben entsprachen nicht der Lebensmittelkennzeichnungs-Verordnung. Wird auf einer Packung ein "hoher Gehalt an Weizenvollkorn" oder ein "hoher Fruchtanteil" angegeben, müssen auch die dazugehörigen prozentmäßigen Angaben aufgedruckt sein. In einem Fall wurde eine bereits abgelaufene Packung ohne Hinweis auf das abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdatum verkauft.

Beim Kauf von Müslis sollte man sich nicht von Namen oder Bezeichnungen irreführen lassen. Der Konsument kann Inhalte am besten erkennen, wenn er die Zusammensetzung liest. Auf der Zutatenliste sind die Inhaltsmengen in absteigender Reihenfolge angeführt. Die mengenmäßig größte Zutat steht immer an erster Stelle. Beispiel:
beginnt die Aufzählung mit Zucker, dann ist das ein Hauptbestandteil des Produktes.

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