Nur noch Feuerzeuge mit Kindersicherung

Böhmdorfer fordert rasche Anwendung der neuen Norm

Wien (OTS) - Immer wieder passieren schwere Unfälle, verursacht durch Kinder, die mit Feuerzeugen spielen. Erst vorige Woche wurde ein tragischer Unfall bekannt. Ein erst zweieinhalb jähriger Bub aus Puch hatte durch Zündeln mit einem Feuerzeug schwere Verbrennungen erlitten, denen er am Sonntag im Krankenhaus erlag. "Die Gefahr ‚Feuerzeug' muss endlich gebannt werden", meint auch Konsumentenschutzminister Dieter Böhmdorfer und fordert - gerade in Hinblick auf den aktuellen Fall - eine rasche Umsetzung der verschärften Sicherheitsnorm für Feuerzeuge. Ähnlich wie in den USA soll demnächst auch in Europa gesetzlich geregelt werden, dass nur noch Feuerzeuge mit Kindersicherung am Markt erhältlich sein dürfen.*****

In Österreich kommt es - laut Institut Sicher Leben - durch Zündeln mit Feuerzeugen bei Kindern unter 5 Jahren im Jahr durchschnittlich zu 26 Feuerausbrüchen sowie 7 Verletzungen und vereinzelt, wie im Falle des kleinen Armin, sogar zu Todesfällen. In vielen anderen Ländern hat man auf diese Gefahren schon lange reagiert. So gibt es etwa in den USA bereits seit 1994 eine gesetzliche Bestimmung, wonach ausschließlich Feuerzeuge mit Kindersperre erhältlich sein dürfen. Durch diese Massnahme konnten mehr als 40 % der tödlichen Unfälle mit Feuerzeugen vermieden werden.

"In Österreich will man nun einen ähnlichen Weg einschlagen", meint Böhmdorfer. Es wurde bereits eine europäische Norm über Kindersicherheitsmechanismen erstellt, über die derzeit im Rahmen des Europäischen Normengremiums (Cen) abgestimmt wird. Geplant ist, dass europaweit nur noch Feuerzeuge mit Kindersicherung zum Kauf angeboten werden. "Durch die Einführung von geeigneten Sicherheitsmechanismen wäre ein Zündeln mit Feuerzeugen für Kleinkinder dann kaum mehr möglich", ist der Konsumentenschutzminister überzeugt. "Tragische Unfälle, wie im aktuellen Fall, wären somit vermeidbar."

Sollte im Europäischen Normengremium anders entschieden werden, so Böhmdorfer, werde er überlegen, auf nationaler Ebene entsprechende Massnahmen zu setzen.

Bis dahin empfiehlt er den Konsumenten, nur Feuerzeuge mit Kindersicherung zu kaufen, wie sie im Handel bereits vereinzelt angeboten werden.

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