Gehrer richtet Info-Telefon zum Universitätsgesetz 2002 ein

Missverständnisse und Verunsicherungen durch Informationen aus erster Hand vermeiden

Wien (OTS) - Eine Telefon-Hotline zur Universitätsreform steht ab sofort allen Österreicherinnen und Österreichern zur Verfügung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur werden von Montag bis Freitag zwischen 09.00 und 17.00 Uhr unter der Telefonnummer (01) 53120-5555 für Fragen rund um das neue Universitätsgesetz, das derzeit in Begutachtung ist, zur Verfügung stehen. "Mit dieser Hotline wollen wir Information aus erster Hand anbieten und damit Verunsicherungen vermeiden, die durch Falschinformationen oder Missverständnisse entstehen könnten", erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer. ****

Unmittelbar nach der Präsentation des Begutachtungsentwurfes machten bereits verschiedene Fehlinformationen die Runde. So wurde beispielsweise behauptet, dass die Dozenten an den Universitäten in der Autonomie kein Recht auf die Betreuung von wissenschaftlichen Arbeiten, die Abhaltung von Prüfungen und die selbstständige Vertretung ihres wissenschaftliches Faches haben würden. Tatsächlich hat der habilitierte Mittelbau auch weiterhin die gesetzliche Sicherstellung dieser Rechte. Auch die Leitung von Kollegialorganen ist nach dem Begutachtungsentwurf weiterhin möglich. Neu ist, dass auch Angehörige des habilitierten Mittelbaus ohne Zustimmung der Leitung ihrer Organisationseinheit das Recht auf Forschungsaufträge und die selbstbestimmte Verwendung der entsprechenden Mittel für diese Forschung hat.

Ebenso unrichtig ist das Gerücht, dass die Studienbeiträge durch das neue Universitätsgesetz um ein Vielfaches erhöht werden würden. Im § 86 des neuen Universitätsgesetzes ist eindeutig festgeschrieben, dass der Studienbeitrag 363,36 Euro beträgt, gleich viel wie bisher.

Die Mitsprache der Studierenden im Senat ist so wie bisher mit einem Viertel der Stimmen gegeben. Darüber hinaus ist im neuen Universitätsgesetz im § 24 festgehalten, dass auch in allen weiteren vom Senat eingerichteten Kollegialorganen die Studierenden über 25% der Stimmen verfügen.

Der Entwurf des neuen Universitätsgesetzes befindet sich bis zum 19. April in Begutachtung. "Nützen Sie die Möglichkeit des Info-Telefons, welches für uns ein wichtiges Feedback- Instrument ist. Aus den Fragen können wir schließen, in welche Passagen des Gesetzes die Formulierungen noch klarer sein sollten", so Gehrer abschließend.

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