Vana: "Stadtaußenpolitische Beziehungen mit künftigen EU-Nachbarn verstärken"

Wiener Grüne unterstützen Sozialprojekt in der Ukraine

Wien (Grüne) - Auf Einladung der Gemeinderätinnen Monika Vana, Susanne Jerusalem und Cecile Cordon ist Tanja Bereshna, Initiatorin des Drogenhilfsprojekts "Stiftung Neue Familie" in Czernowitz, Westukraine, zu Besuch in Wien.

Monika Vana, außenpolitische Sprecherin der Wiener Grünen: "Obwohl die Grenze zur Ukraine von Wien nicht weiter entfernt liegt als die Stadt Bregenz, unterhält Wien kaum Beziehungen zu dieser Region. Während die EU-Beitrittskandidaten wirtschaftlich und touristisch umworben werden, geraten die künftigen EU-Nachbarn Ukraine und Weißrussland völlig aus dem Blickfeld des Interesses. Viele glauben, die politische und soziale Lage dort ginge uns nichts an."

Dabei gebe es gerade zwischen Wien und Czernowitz zahlreiche historische Berührungspunkte: Czernowitz wurde zur Zeit der Österreichisch-Ungarischen Monarchie oft "Klein-Wien" genannt und hatte einen großen Anteil an deutschsprachiger jüdischer Bevölkerung, die sich kulturell der Residenzstadt verbunden fühlte. Vana: "Wir sollten nicht nur unsere Beziehungen zu dieser Region intensivieren, sondern vor allem vor der Armut und tristen sozialen Lage weiter Teile Osteuropas nicht wegschauen. Deshalb ist es wichtig, konkrete Projekte zu unterstützen, nicht nur bilaterale Beziehungen zu Regierungen zu pflegen. Die ‚Stiftung Neue Familie’ ist ein Beispiel dafür, dass mit wenig Geld sozialpolitisch viel getan werden kann."

Gemeinderätin Susanne Jerusalem hat mit Frau Bereshna, die heute Abend im Rahmen einer Veranstaltung der Wiener Grünen u. a. über die soziale Lage in Czernowitz berichten wird, zahlreiche Initiativen und Einrichtungen im Sozial- und Drogenhilfsbereich besucht und mitgeholfen, die Vernetzung des ukrainischen Hilfsprojektes mit Wiener NGOs herzustellen.

Vana bedauert, dass die erst kürzlich aktualisierten stadtaußenpolitischen Leitlinien der Stadt Wien weder Kiew noch Minsk als zu intensivierende Städtekontakte vorsehen. Allerdings sei die Ukraine in der Rubrik "Internationale Hilfsmaßnahmen" ausdrücklich als Zielland von Sachgüter- und Geldspenden der Stadt Wien angeführt.

Gemeinderätin Cecile Cordon: "Ich hoffe, dass auch die Stadt Wien bereit sind wird, ein solch erfolgreiches Hilfsprojekt zu unterstützen". Frau Cordon wird der Stadt Czernowitz im Juni anlässlich einer Buchpräsentation einen Besuch abstatten und dabei auch die "Stiftung Neue Familie" besuchen.

Neben der Unterstützung des Projektes auf politischer Ebene sammeln die Wiener Grünen Spenden für die Stiftung "Neue Familie". Informationen und Erlagscheine sind im Grünen Klub im Rathaus erhältlich.

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