AK gegen geplante Verteuerungen der Kfz-Prämien

Minister Böhmdorfer soll die Kfz-Haftpflichtversicherer genau untersuchen

Wien (AK) - Nachdem namhafte Kfz-Versicherer angekündigt haben,
die Kfz-Haftpflichtprämien wegen der schlechten Ertragslage erhöhen zu müssen, verlangt die AK endlich Kostenwahrheit. Unfallstatistiken zeigen: Von 1.000 haftpflichtversicherten Fahrzeugen ist nur jeder zehnte Pkw, aber jeder zweite Lkw in einen Unfall verwickelt. Die AK vermutet, dass die Pkw-Lenker mit ihren Versicherungsprämien die Schäden von Lkws mit zahlen. Die AK fordert daher Minister Böhmdorfer auf, die Kfz-Haftpflichtversicherer genau zu untersuchen: Sie sollen ihre Kalkulationsunterlagen für die einzelnen Fahrzeug-Sparten offen legen. ****

Unfall-Statistiken zeigen, dass nur jeder zehnte Pkw, aber jeder zweite Lkw in einen Unfall verwickelt ist (Basis: Schäden je 1.000 haftpflichtversicherte Fahrzeuge). Daher vermutet die AK, dass die Pkw-Lenker mit ihren Versicherungsprämien die Lkw-Sparte subventionieren.

Kein Verständnis hat die AK daher für die wiederholten Ankündigungen der Kfz-Versicherer, die Prämien wegen der schlechten Ertragslage erhöhen zu müssen. In den letzten Jahren werden Erhöhungen in immer kürzeren Abständen durchgeführt. Und das, obwohl die AK die Versicherer seit Jahren auffordert, ihre Verteuerungen zu begründen und nachvollziehbare Kalkulationsunterlagen vorzulegen.

Deshalb fordert die AK Justiz- und Konsumentenschutzminister Böhmdorfer auf, die Versicherungsbranche genau unter die Lupe zu nehmen: Minister Böhmdorfer sollte die gesetzliche Möglichkeit nutzen und den Paritätischen Ausschuss für Kartellangelegenheiten mit der Erstellung eines Gutachtens über die Kfz-Versicherungsbranche beauftragen. Es geht dabei um die Beurteilung kartellrechtlicher Fragen und in weiterer Folge um wesentliche Anliegen der Konsumenten. Die Versicherungen sollen ihre Kalkulationen für die einzelnen Fahrzeug-Sparten offen legen, fordert die AK. Es kann nicht sein, dass immer nur die Pkw-Lenkerinnen und Pkw-Lenker zur Kasse gebeten werden. Gerade bei Pflichtversicherungen ist eine erhöhte Transparenz und Informationspflicht von den Versicherern zu fordern, sagt die AK.

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