"profil": Gorbach zweifelt an gleichzeitiger Finanzierbarkeit von Abfangjägern und Steuerreform

Für FP-Vizeparteiobmann genießt Steuerreform "absolute Priorität" - Luftraumüberwachung gegebenenfalls durch anderen Staat -auch Leasingfinanzierung denkbar

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtigenmagazins "profil" äußert Hubert Gorbach, Vorarlberger Landesparteiobmann und stellvertretender Bundesparteiobmann der FPÖ, deutliche Zweifel an der gleichzeitigen Finanzierbarkeit der geplanten Steuerreform und dem Kauf von Abfangjägern. Gorbach: "Die Rahmenbedingungen für einen Kauf sind derzeit nicht die allerbesten."

Der FP-Landeschef wolle zwar nicht am Regierungsprogramm rütteln, in dem die Abfangjägerbeschaffung vorgesehen ist, für ihn sei jedoch klar: "Die Steuerreform darf unter keinen Umständen verzögert werden. Sie hat absolute Priorität." Man könne "den Bürgern sicher nicht sagen, dass sie weiter sparen müssen und wir uns inzwischen ein paar Jets kaufen", so Gorbach.

Der stellvertretende FPÖ-Bundesparteiobmann plädiert im "profil"-Interview daher dafür, den Kauf von Abfangjägern gegebenenfalls zugunsten einer Steuerreform zu verschieben und die Sicherung des österreichischen Luftraums für einige Zeit einem anderen Staat zu übertragen. Gorbach: "Wenn die Steuerreform nur um den Preis finanziert werden kann, dass wir den Luftraum ein paar Jahre von jemand anderem überwachen lassen, soll es mir auch recht sein."

Im Hinblick auf ein "hoffentlich bald entstehendes europäisches Verteidigungssystem" könne er sich auch vorstellen, die benötigten Abfangjäger zeitlich befristet zu leasen. Gorbach: "In der Wirtschaft muss man solche Überlegungen laufend andenken."

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"profil"-Redaktion

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