Wiener Gemeinderat (7)

Subvention an den Wiener Filmfonds

Wien, (OTS) GR Elisabeth Vitouch (SPÖ) erinnerte ihre Vorrednerin daran, dass der Film ein wichtiger Bestandteil des österreichischen Kulturlebens sei und man diesen nicht nur nach Quoten beurteilen dürfe. Das vergangene Jahr bezeichnete sie als das erfolgreichste Jahr für den heimischen Film seit langer Zeit. In Sachen Filmförderung betonte sie, dass Wien nicht alle durch den Bund vorgenommenen Kürzungen ausgleichen könne.

In einer Wortmeldung distanzierte sich Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) von der Kritik GR Unterreiners und bezeichnete sie als unbegründet. Im Gegenzug verwies er auf die internationale Filmkritik der letzten Zeit, die derzeit von einem österreichischen Filmwunder spreche. Um den Filmstandort Wien auszubauen, kündigte er neue Gespräche mit dem ORF, dem Land Niederösterreich und dem Bund an.

Abstimmung: Mehrstimmig ohne Stimmen der Freiheitlichen angenommen.

Subventionen für Neue Medien

Der von GR Elisabeth Vitouch (SPÖ) eingebrachte Antrag für eine Subvention im Jahr 2002 in der Höhe von 72.673 Euro für den Bereich der Neuen Medien kritisierte GR Marie Ringler (G) ob dessen geringerer Summe. Weiters kritisierte sie das ablehnende Verhalten der ÖVP zu diesem Antrag.

GR Dr. Andreas Salcher (ÖVP) begründete die Ablehnung seiner Fraktion damit, dass der Antrag seines Erachtens eine "leere Hülse" sei, da es völlig unklar sei, in welcher Form die Subvention verwendet werden würde.

GR Renate Winklbauer (SPÖ) erinnerte ihren Vorredner daran, dass die ÖVP zu Zeiten der Regierungskoalition sehr wohl solchen Rahmenbeträgen zugestimmt hätte. In weiterer Folge hob sie die Relevanz einer künstlerischen Reflexion über das Phänomen der Neuen Medien hervor.

Abstimmung: Mehrstimmig angenommen, ohne Stimmen der ÖVP.

Subvention für den Verein Exil

Der von GR Nurten Yilmaz (SPÖ) eingebrachte Antrag für eine Subvention an den Verein Exil in der Höhe von 14.600 Euro nahm GR Waltraud Cecille Cordon (G) zum Anlass, um in ausführlicher Weise über die vielen Problemstellungen der heimischen Exilforschung zu reden. Konkret kritisierte sie, dass der jetzige Subventionsantrag einer finanziellen Kürzung um ein Fünftel entspreche.

In einer kurzen Wortmeldung sprach sich Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) für eine Nachsubventionierung des Vereines Exil um jenes besagtes Fünftel aus.

Abstimmung: Einstimmig angenommen.

Subventionen für Sportorganisationen

Der von GR Harry Kopietz (SPÖ) eingebrachte Antrag um Subventionen für insgesamt vier Sportorganisationen in der Höhe von 303.704 Euro nahm GR David Ellensohn (G) zum Anlass um das gegenwärtige Subventionswesen der Stadt Wien zu kritisieren. Am Beispiel des Wiener Leichtathletikverbandes illustrierte er die seines Erachtens bestehende politische Einflussnahme seitens der SPÖ auf die Tätigkeiten von Vereinen.

Der Berichterstatter GR Harry Kopietz (SPÖ) wies die Kritik seines Vorredners zurück und betonte, dass jeder Antrag von den zuständigen Dienststellen seriös geprüft und beurteilt werden würde.

Abstimmung: Einstimmig angenommen. (Forts.) hch/vo

Rückfragen & Kontakt:

www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Diensthabender Redakteur
Tel.: 4000/81 081

PID-Rathauskorrespondenz:

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK/NRK