LR Knotzer: Flüchtlingslager Traiskirchen platzt aus allen Nähten

Innenminister Strasser hat Flüchtlingsproblematik nicht unter Kontrolle

St. Pölten, (SPI) - "Die Mißstände im Flüchtlingslager Traiskirchen spitzen sich immer mehr zu. Zur Zeit befinden sich rund 1.000 Flüchtlinge in Traiskirchen - vielleicht sind es auch etwas mehr, denn das Innenministerium setzt alles daran, dass keine offiziellen Zahlen an die Öffentlichkeit durchsickern. Faktum ist, dass das Flüchtlingslager Traiskirchen hoffnungslos überlastet ist und dass es zusätzlich durch Einsparungsmaßnahmen seitens des Innenministers zu einer gravierenden Verschlechterung der Betreuung der Flüchtlinge gekommen ist. Die logische Folge daraus ist, dass es im Flüchtlingslager Traiskirchen immer wieder zu Ausschreitungen unter den Asylanten unterschiedlicher Nationalitäten kommt. Während Innenminister Strasser die Situation ganz und gar nicht unter Kontrolle hat, platzt das Flüchtlingslager Traiskirchen aus allen Nähten", betont der Traiskirchner Bürgermeister Landesrat Fritz Knotzer.****

In der heutigen Ausgabe der Tageszeitung "Die Presse" steht auf der Titelseite zu lesen, dass Italien die Europäische Union unter Druck setzt, weil immer wieder Flüchtlingsschiffe Kurs auf Italien nehmen. An den betroffenen Küstenregionen wurde sogar der Ausnahmezustand verhängt. "Diese Situation ist zwar nicht vergleichbar mit der Flüchtlingsproblematik in Traiskirchen, weil es sich um ganz andere Dimensionen handelt - wenn man allerdings bedenkt, dass Flüchtlinge generell in Österreich nach Traiskirchen gebracht werden und in ein völlig überfülltes Lager gepfercht werden, sind doch einige gemeinsame Problemfelder zu erkennen. Strasser wird allerdings nicht müde, immer wieder die prekäre Situation in Traiskirchen zu verharmlosen. Die Mißstände durch das überfüllte Flüchtlingslager -sowohl für die Flüchtlinge als auch für die Bewohner der Stadtgemeinde - sind nicht länger erträglich. Innenminister Strasser ist gefordert, eine gesamtösterreichische Lösung des Flüchtlingsproblems zu finden und soll damit aufhören die Problematik einer einzigen Stadt hin zu schieben," so Knotzer.
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