Grünewald: Brineks Reaktion spiegelt Haltung gegenüber Unis wider

OTS (Wien) - Die Reaktion der Wissenschaftssprecherin der ÖVP, Gertrude Brinek, auf die Beschlüsse der Universität für angewandte Kunst in Wien und ihren Boykottaufruf ist bezeichnend für die repressive Haltung der Regierungsfraktionen gegenüber jedwede Kritik an der Universitätsreform, meint heute der Wissenschaftssprecher der Grünen, Kurt Grünewald. "Es wird langsam unerträglich immer nur das Wort Dialog und Offenheit im Mund zu führen und dann über alle herzufallen, die nicht in ungeteilten Applaus verfallen", so Grünewald.

Die Anregung, Universitäten sollten sich nicht so aufregen und den Habilitierten geschehe ohnehin nichts ist für Grünewald blanke Realitätsverweigerung und letztlich ein Aufruf zur Entsolidarisierung von Universitätsangehöringen.
"Es ist bedenklich, dass eine Wissenschaftssprecherin so offen gegen die Mehrheit der Betroffenen und daher auch gegen den deklarierten Willen der Universitäten agiert", so Grünewald.

"Man sollte Frau Brinek daran erinnern, dass alle sechs Kunstuniversitäten Österreichs den Entwurf zur Ausgliederung auf das Entschiedenste zurückweisen. Dass dies keine Einstellungsänderung in der Politik bewirkt, ist ignorant und selbstherrlich. Dies sollte jedenfalls kein Kriterium österreichischer Wissenschaftspolitik sein", schließt Grünewald.

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