EU-Konvent: Bösch für mehr Bürgernähe und Transparenz

Wien, 2002-03-22 (fpd) - Der freiheitliche Vertreter im EU-Konvent, Dr. Reinhard E. Bösch, sprach sich für mehr Bürgernähe und Transparenz sowie für die konsequente Umsetzung des Subsidiaritätsprinzips in der Europäischen Union aus. ****

Das Projekt der Europäischen Einigung werde nur dann gelingen, wenn es eine breite, demokratische Mehrheit hinter sich habe. Gerade dies sei aber oft sehr zweifelhaft, daher seien mehr Bürgernähe und Transparenz unabdingbar. "Das gemeinsame Haus Europa wird nur durch die gleichberechtigte Zusammenarbeit selbstbewußter Nationalstaaten und deren Völker errichtet werden können", so Bösch.

Bösch erhofft sich vom Konvent, daß dieser sich nicht in Fraktionsstreitigkeiten verheddert, sondern auf der Grundlage einer klaren Entscheidungsstruktur zu einem vernünftigen Ergebnis komme. Wichtig sei ein solider Fortschritt und nicht das sich im Pathos verlierende Positionieren illusionärer Vorstellungen, deren Verwirklichung scheitern müsse. "Nur auf der Grundlage eines gleichberechtigten Nebeneinander von Nationalstaaten und EU kann die europäische Zusammenarbeit funktionieren.", erklärte Bösch.

Abschließend warnte Bösch davor, die Geschichte und die regionalen Unterschiede der verschiedenen Länder Europas zu negieren und durch eine ausschließlich abstrakte ‘europäische Identität‘ ersetzen zu wollen. Die europäische Einheit müsse auf der Vielfalt beruhen und dürfe nicht zur Gleichmacherei verkommen. Dafür seien die Freiheitlichen im Zuge des Integrationsprozesses jedenfalls Garant. (Schluß)

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