Achatz: EU-Osterweiterung: FPÖ-Befürchtungen in WIFO-Studie bestätigt

Wien, 2002-03-22 (fpd) - "Nun ist die Katze aus dem Sack: Die neue Studie des Wirtschaftsforschers und Agrarexperten Matthias Schneider bestätigt eindeutig die Warnungen freiheitlicher Landwirtschaftspolitiker", sagte heute die freiheitliche Konsumenten-und Agrarsprecherin Anna Elisabeth Achatz. ****

Das "Bauernsterben" in Österreich werde sich durch den höheren Konkurrenzdruck aus dem Osten beschleunigen. "Hängten im Durchschnitt der letzten Jahre knapp vier Prozent der Landwirte jährlich ihren Beruf an den Nagel, so könnte sich in Zukunft die Abwanderungsrate auf fünf Prozent erhöhen, schätzt der Studienautor Matthias Schneider", so Achatz.

"Aber damit nicht genug: Die Beitrittskandidaten können auf Grund billigerer Betriebsmittel und Arbeitskräfte kostengünstiger produzieren. Gleichzeitig sind sie von unseren Umweltstandards aber noch meilenweit entfernt, und es ist schwer vorstellbar, daß sie diese innerhalb weniger Jahre erreichen können. Zusätzlich ist die Diskussion um ein Auslaufen des Milchquotensystems in der EU in vollem Gange", sagte Achatz.

"Diese Studie übertrifft die düstersten freiheitlichen Befürchtungen der vergangenen Jahre", sagte Achatz. Kommissar Fischler, Minister Molterer und alle verantwortlichen Politiker in Europa seien aufgefordert, mit Hochdruck an der Schaffung von Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft zu arbeiten, damit die Auswirkungen dieser WIFO-Studie nicht eintreten würden. "Es ist nicht das Tempo der Osterweiterung entscheidend, sondern eine sorgfältige Vorbereitung, bei der die Bauern nicht unter die Räder kommen", sagte Achatz abschließend. (Schluß)

Rückfragen & Kontakt:

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC